Mark Lyttleton und seine Frau wurden in der City von London Anfang Mai vorübergehend festgenommen. Lyttleton war bis zum 28. März 2013 Fondsmanager von Blackrock in London, berichtete Bloomberg. Er habe dort den Blackrock UK Dynamic Fund im Wert von 558 Millionen Pfund sowie den Blackrock UK Absolute Alpha Fund mit 383 Pfund verwaltet.

Blackrock und deren Mitarbeiter sind nicht Gegenstand der Untersuchung. Es handle sich um einen Fall von persönlicher Bereicherung, sagte ein Mediensprecher der Vermögensverwalter.

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Die britischen Behörden stellten auch in Zug ein Rechtshilfegesuch. Im Zuge der britischen Insider-Ermittlungen, durchsuchten Zuger Polizeibeamte sowohl Geschäftshäuser wie auch Privatwohnungen.

Die Mediensprecherin der Zuger Polizei Judith Aklin bestätigte gegenüber handelszeitung.ch, dass am Dienstag, 30. April, mehrere Hausdurchsuchungen in Zug stattfanden. Der Zeitpunkt von Lyttletons Abgang bei Blackrock Ende März fand also nur einen Monat vor den Aktionen in Zug statt. Für ihn und seine Partnerin gilt die Unschuldsvermutung.

Das Rechtshilfegesuch wurde von den Engländern direkt beim Bundesamt für Justiz eingereicht und nicht bei den Zuger Behörden, wie das oft der Fall ist, bestätigte ein Sprecher gegenüber handelszeitung.ch.