Der Co-Vorstandschefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hat laut einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ) die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main verärgert. Hintergrund ist die Razzia in der Konzernzentrale der Deutschen Bank.

Gemäss dem Bericht habe Fitschen auch öffentlich erklärt, das Vorgehen der Behörden wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung beim Handel mit Emissionszertifikaten sei unverhältnismässig gewesen.

«Ich kann keinen Sinn darin entdecken, dass 500 Mann - teilweise vermummt, teilweise mit Maschinenpistolen - im Foyer der Deutschen Bank aufmarschiert sind», sagte Fitschen laut «FAZ» nicht nur beim Neujahrsempfang, sondern auch auf anderen öffentlichen Veranstaltungen der Deutschen Bank.

Ein Sprecher der Frankfurter Anklagebehörde bestritt gegenüber der Zeitung sämtliche Aussagen Fitschens: Es hätte keine vermummten Beamten gegeben, auch habe definitiv keiner der Polizisten eine Maschinenpistole getragen.

Die Behauptung, dass 500 Beamte im Foyer aufmarschiert seien, treffe ebenfalls nicht zu, sagte der Sprecher der «FAZ». Diese Zahl stimme allenfalls für den bundesweit koordinierten Einsatz an jenem Tag. Sie hätten eingesetzt werden müssen, um in den zahlreichen Büroräumen gleichzeitig sicherzustellen, dass keine Beweise vernichtet würden.

«Der Behördenvertreter erklärte überdies, die Polizei habe hierbei in Frankfurt nicht, wie vielfach verbreitet wurde, einen Hubschrauber eingesetzt», so der Bericht weiter. «Bei soviel Unfähigkeit an der Spitze einer deutschen Grossbank sind selbst 500 Staatsanwälte eher zu wenig», unkt ein «FAZ»-Leser.

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(vst/tke)