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Christian Martin ist der neue Geschäftsführer bei Cisco Switzerland

Christian Martin
Christian Martin

Christian Martin (39) wurde von Cisco Switzerland, Wallisellen zum Geschäftsführer ernannt. Er hat seine neue Stelle am 1. August 2011 angetreten.

Martin weist mehr als 15 Jahre Erfahrung im IT-Geschäft auf und ist seit 1998 für Cisco – zuletzt auch in leitenden Funktionen – tätig. Er ersetzt Eric Waltert, der nach drei Jahren an der Spitze von Cisco Switzerland innerhalb des Gesamtkonzerns zum Chef der Region Europa und Mittlerer Osten im Geschäftsbereich Collaboration aufgestiegen ist.

Der in die Kostenklemme geratene Netzwerkausrüster Cisco treibt die Restrukturierung kräftig voran, meldet aber global steigende Umsätze in einem schwierigen Marktumfeld. Gelten die positiven Meldungen auch für die Schweiz?

Christian Martin:
Grundsätzlich kommentieren wir keine lokalen Gegebenheiten. Unser Fiskaljahr endete am 31. Juli 2011. Ich denke – so viel kann ich sagen –, dass wir sehr zufrieden sind mit dem Schweizer Ergebnis. Durch die Umsetzung von innovativen IT-Konzepten unserer Kunden leistet die Schweiz auch einen wichtigen Beitrag an das 9-prozentige Wachstum von Cisco in Europa.

Cisco wird vorgeworfen, Fett angesetzt zu haben. Müssen Sie den Personalbestand in der Schweiz abspecken?

Darüber geben wir keine Details bekannt.

Im Juli war von einer resoluten Fitnesskur sowie einem weltweiten Abbau von 6500 Stellen die Rede.

Das ist korrekt. Es geht darum, weltweit 1 Milliarde Dollar einzusparen und sich auf die fünf Kernkompetenzen Core, Collaboration, Datacenter, Virtualisierung und Cloud Computing sowie Video und Architekturen zur Optimierung von Geschäftsprozessen auszurichten.

Cisco gilt global als Barometer für das IT-Ausgabe-Verhalten von Unternehmen und Regierungen. Wie sieht die Situation in der Schweiz aus?

Sehr ähnlich. Aus IT-Sicht hat sich die Schweiz in der Krise im Jahr 2009 azyk­lisch verhalten. Wir waren die letzten, die von der Krise betroffen waren – und wir waren eines der ersten Länder, die aus der Krise rauskamen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer neuen Position als Cisco-Länderchef?

Die Vielfältigkeit. In alle Geschäftsbereiche zu sehen und mit Top- Leuten zusammenarbeiten zu dürfen.

Wie wichtig ist Ihnen Geld?

Geld zu haben, gibt mir ein gewisses Mass an Unabhängigkeit und auch an Sicherheit. Jedoch ist Geld für mich kein grosser Motivationsfaktor, um etwas Bestimmtes zu machen.

Wie sind Sie zum neuen Job gekommen?

Ich durfte als Account Manager Kunden betreuen, die einen hohen Innovationsgrad hatten. Dies gibt einem automatisch mehr interne Visibilität. Dann hatte ich in allen Management-Rollen immer exzellente Leute in meinen Teams, was alles massiv vereinfachte. Und zu guter Letzt hatte ich sicherlich auch eine Portion Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Was langweilt Sie?

Routinearbeiten, bei denen der Ausgang bekannt ist. Zum Beispiel private Bankzahlungen oder das Ablegen von Bankauszügen.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?

«Aus der Tiefe des Raumes», die Biographie von Günter Netzer. Erstens bin ich ein grosser Fussballfan und zweitens fand ich es faszinierend, wie Netzer zu einem der mächtigsten Männer im Fussball wurde – dies alles, ohne bewusst darauf hin­gearbeitet zu haben.

Was stimmt Sie traurig?

Die Hungersnot in Somalia.

Was würden Sie gerne erfinden?

Das Perpetuum mobile. An-schliessend würde ich dieses sofort patentrechtlich auf mich eintragen lassen.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?

Momentan mit meinem 14 Monate alten Sohn zu spielen.

Wie wohnen Sie?

In einem Einfamilienhaus, welches wir vor einem Jahr gebaut haben.

Was für ein Auto fahren Sie?

Einen alten BMW 330XI.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?

So Tennis zu spielen wie Roger Federer.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?

Das Leben zu geniessen und die Mitmenschen so zu behandeln, dass man sich jederzeit über ein Wiedersehen freut.

Was ist Ihre grösste Sorge?

Dass meiner Familie oder meinem näheren Umfeld etwas zustösst.

Können Sie kochen?

Ja, ich koche sehr gerne, bin aber kein Rezeptbuch-Koch.

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?

Der eher einfachen Küche wie «Zürigschnetzlets», Schnitzel mit Pommes, Hamburger ...

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?

Zur Fussball-WM nach Brasilien zu fahren und hoffentlich die Schweiz anzufeuern.

 

Steckbrief

Name: Christian Martin

Geboren: 18. Juli 1972

Zivilstand: Verheiratet, einen Sohn

Wohnort: Herrliberg

Ausbildung: El. Ing. HTL und MBA

Bisherige Funktion: Sales Manager Grosskunden Segment, Cisco Switzerland, Wallisellen ZH

Neue Funktion: General Manager­ Cisco Switzerland, Wallisellen ZH

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