Puma-Chef Franz Koch verlässt überraschend den fränkischen Sportartikelhersteller nach nur eineinhalb Jahren an der Unternehmensspitze. «Der Verwaltungsrat der Puma SE hat heute beschlossen, dass Franz Koch Ende März 2013 in beiderseitigem Einvernehmen aus seinem Amt als Chief Executive Officer (CEO) der Puma SE und Mitglied der Geschäftsführung der PPR SA, Pumas Mehrheitsaktionär, ausscheiden wird», teilte das MDax -Unternehmen in Herzogenaurach mit.

Die Aktie reagierte kaum auf die Nachricht und lag zuletzt im Einklang mit dem Markt 0,3 Prozent im Plus. Händler werteten den Abgang von Koch aber als überraschend. Als Begründung führte Puma an, dass mit dem Ausscheiden des vorherigen Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz von dessen jetzigem Posten als Verwaltungsratschef am 1. Dezember ein Kapitel in der Firmengeschichte zu Ende gegangen sei.

«Neue Phase der Unternehmensentwicklung»

«Das Unternehmen tritt jetzt in eine neue Phase seiner Unternehmensentwicklung ein und verändert angesichts dieser Herausforderungen auch seine Topmanagement-Struktur.»

Puma kämpft schon seit längerem mit schlechten Zahlen, im dritten Quartal brach der Überschuss um mehr als 85 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein. Grund waren neben der schwachen Nachfrage in Europa vor allem hohe Kosten für Sparmassnahmen und den verschärften Konzernumbau.

Der 33 Jahre alte Franz Koch hatte die Führung von Jochen Zeitz erst im Juli 2011 übernommen. Wer sein Nachfolger wird, ist noch offen.

(muv/aho/sda/awp)

Anzeige