Beim Pharmakonzern Roche kommt es zu einer Personalrochade: Pascal Soriot tritt als Leiter der Pharma-Division ab und wechselt zum britischen Konkurrenten AstraZeneca, wo er die Konzernleitung übernimmt.

Sein Nachfolger an der Spitze der Pharma-Division wird der US-Amerikaner Daniel O'Day. Er leitete bisher die Diagnostics-Sparte. Dort steht künftig der Schweizer Roland Diggelmann an der Spitze, wie Roche am Dienstag mitteilte. Diggelmann war bisher Leiter der Region Asien-Pazifik in der Diagnostics-Sparte.

Soriot habe massgeblich zur erfolgreichen Integration der US-Tochter Genentech beigetragen und die Pharma-Division in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld erfolgreich geführt, wird Roche-Konzernchef Severin Schwan in der Mitteilung zitiert.

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Der US-Amerikaner Daniel O’Day begann seine Roche-Karriere 1987 im Vertrieb und Marketing der US-Pharmaorganisation. Danach hatte O’Day verschiedene Positionen in der
Pharmadivision, unter anderem in der Schweiz, in Japan und in Dänemark inne. 2006 wechselte O’Day als Leiter des Geschäftsbereichs Molecular Diagnostics in die Division Diagnostics und übernahm per 1. Januar 2010 die Gesamtleitung des weltweiten Diagnostikgeschäfts.

Der Schweizer Roland Diggelmann kam 2008 zu Roche. Zuvor übernahm er führende Vertriebs- und Marketing-Positionen in den Regionen Europa und Asien-Pazifik bei den Medizinaltechnik-Unternehmen Sulzer Medica/Centerpulse und Zimmer. Er war auch für die Integration des Japan-Geschäfts von Centerpulse in den Zimmer-Konzern verantwortlich. Bei Roche Diagnostics führt er seit 2008 die Region Asien-Pazifik und ist Mitglied der Divisionsleitung.

(aho/laf/sda)