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Thomas Weibel wird der neue Verbandspräsident der Schweizer Kader Organisation (SKO)

Thomas Weibel

Rolf Büttiker, Ständerat des Kantons Solothurn, trat nach 13 Jahren von seinem Amt als Verbandspräsident der Schweizer Kader Organisation (SKO) zurück. Als Nachfolger wählten die SKO-Delegierten den G

Veröffentlicht am 29.06.2011

Weibel ist Mitglied der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) sowie der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. Seit 2008 ist der Dipl. Forstingenieur ETH mit Eidg. Wählbarkeitszeugnis Dozent für Gewässermanagement und Ingenieurbiologie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Der 1893 als Schweizerischer Werkmeister-Verband gegründeten und 1988 in Schweizer Kader Organisation umfirmierten SKO gehören rund 12220 Mitglieder an (Stand Dezember 2010), die in 23 regionalen Gruppen und drei nationalen Berufsgruppen (branchenspezifisch) vernetzt sind. Die SKO ist der einzige berufs- und branchenübergreifende Verband für alle Führungskräfte, Nachwuchskader und Fachexperten in der Schweiz.

Richard von Weizsäckers Aussage «Demokratie lebt vom Streit, von der Diskussion um den richtigen Weg, deshalb gehört zu ihr der Respekt vor der Meinung des anderen» ist eines Ihrer Lieblingszitate. Bedeutet dies, dass die SKO in Zukunft angriffiger, streitlustiger wird?

Thomas Weibel:
Die SKO wird präsenter sein und sich und ihre Positionen aktiv in die politische Diskussion einbringen. Ich freue mich darauf.

Was ist Ihnen in der Funktion als SKO-Präsident wichtig?

Die SKO funktioniert gut, ich will nicht alles auf den Kopf stellen. Verbands­intern ist mir wichtig, dass klare Zuständigkeiten und Kompetenzzuweisungen bestehen. Alle Beteiligten sollen ihre Rolle mit Verständnis für die Unterschiede aktiv ausüben. Nur so können wir unsere Verbandsziele effizient und effektiv umsetzen.

Sie waren ursprünglich FDP-Mitglied und sind heute bei den Grünliberalen. Nun sind Sie ausgerechnet Verbandspräsident einer Kaderorganisation. Bewegen Sie sich im richtigen politischen Umfeld?

Jeder muss dort tätig sein, wo er die Position vertreten kann, ohne seine ­eigene zu verleugnen. Für mich ist das ­sowohl bei den Grünliberalen wie auch bei der SKO der Fall.

Sie engagieren sich beruflich wie politisch für einen umweltbewussten Lebensstil und wollen belegen, dass dies ohne grosse ­Einschränkungen bezüglich Mobilität und Freizeitgestaltung möglich ist. Welche ­Rolle spielt aber Geld in Ihrem Lebensstil?

Geld ist wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft und Kultur und ist notwendig, um seinen eigenen Lebensstil leben zu können. Deshalb ist Geld auch ein wichtiges Anreiz- und Lenkungsmittel, um beispielsweise das Umweltbewusstsein zu stärken.

Was langweilt Sie?

Eine Diskussion mit endlosen Wiederholungen von falschen Fakten.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?

«Faktor Fünf» von Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Was stimmt Sie traurig?

Grosse und kleine Verluste sowie die Ignoranz vieler Menschen.

Was würden Sie gerne erfinden?

Meine Erfindung würde die ganze Weltbevölkerung mit genügend sauberem Trinkwasser versorgen.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?

Gartenarbeit ist für mich Erholung pur. Ich kann abschalten und mich an den Veränderungen und dem Wachstum erfreuen.

Wie wohnen Sie?

In einem gut 100-jährigen Haus mit grossem Garten. In nächster Zeit werden wir uns verändern und dem gesunkenen Wohnflächenbedarf anpassen.

Was treibt Sie derzeit am meisten an?

Die Hoffnung, dass wir den Ausstieg aus der Atomenergie schaffen.

Besitzen Sie ein Auto?

Wir teilen uns in der Familie ein umweltfreundliches Gasauto und nutzen es sehr zurückhaltend.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?

Die Zeit anzuhalten …

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

«Unzufriedenheit ist der Anfang für den Erfolg» von Oscar Wilde und «Wenn du redest, dann muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre».

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?

Ich bin Realist und mache das Beste aus dem Leben.

Was ist Ihre grösste Sorge?

Dass wir erst akzeptieren, dass es einen Klimawandel gibt, wenn wir ihn nicht mehr rückgängig machen können.

Können Sie kochen?

Ja, ich habe es als Jugendlicher von meiner Mutter gelernt.

Bleiben wir beim Thema Küche: Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?

Weisser Schokolade oder einem guten Rotwein.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?

«Bolero» von Ravel.

 

Steckbrief

Name: Thomas Weibel

Geboren: 14. Juli 1954

Zivilstand: Verheiratet, Vater von vier erwachsenen Töchtern

Wohnort: Horgen ZH

Ausbildung: Dipl. Forstinge­nieur ETH Zürich

Hauptberufliche Tätigkeit: Dozent für Gewässermanagement und Ingenieurbiologie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), Zürich/Wädenswil

Neue Funktion: Präsident Schweizer Kader Organisation (SKO), Zürich

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