Der Präsident der Weltbank, Robert Zoellick, tritt am Ende seiner fünfjährigen Amtszeit Ende Juni zurück. Er habe den Wunsch geäussert, seine Position zur Verfügung zu stellen, teilte die Weltbank mit. Der frühere US-Politiker und Goldman-Sachs-Manager führt die Institution, die für 187 Länder arbeitet, seit Juli 2007 an.

«Es ist für mich an der Zeit weiterzuziehen», zitiert die Nachrichtenagentur AFP den 58-Jährigen. Ein Nachfolger steht demnach noch nicht fest. Zu den Kandidaten, über die spekuliert wird, gehören laut AFP jedoch US-Aussenministerin Hillary Clinton und der frühere US-Finanzminister Larry Summers.

Kernaufgabe der Weltbank ist die Förderung armer, aufstrebender Länder. Insofern stellt das Schwesterinstitut des Internationalen Währungsfonds (IWF) die zentrale entwicklungspolitische Institution dar. Die Führung der Weltbank liegt nach ungeschriebenen Gesetzen bei einem US-Amerikaner, während die IWF-Spitze traditionell von einem Europäer besetzt wird.

(tno/sda/awp)