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Yahoo-Chefin wirbt Spitzenmanager von Google ab

Holt einen alten Arbeitskollegen an ihre Seite: Marissa Mayer. (Bild: Keystone)

Der Kampf um Führungskräfte in der Internetbranche ist um ein Kapitel reicher: Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat einen Spezialisten für das Werbegeschäft von ihrem Ex-Arbeitgeber Google abgeworben.

Veröffentlicht am 16.10.2012

An der Spitze des Internetkonzerns Yahoo steht künftig ein weiterer ehemaliger Google-Manager. Firmenchefin Marissa Mayer hat Henrique de Castro von ihrem Ex-Arbeitgeber abgeworben.

Der Spezialist fürs Online-Werbegeschäft wird als sogenannter Chief Operating Officer das Tagesgeschäft leiten. Er trägt dabei unter anderem die Verantwortung für den Vertrieb, das Mediengeschäft und die internen Abläufe im Unternehmen. De Castro soll im Januar den neuen Posten antreten.

«Ich bin begeistert, dass er zu Yahoos starkem Führungsteam stösst», erklärte Mayer am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale. Sie hat seit ihrem Amtsantritt im Juli grosse Teile des obersten Managements ausgetauscht. So bekam Yahoo einen neuen Finanzchef und eine neue Marketingverantwortliche.

Ziel ist es, Yahoos schwächelnde Werbegeschäft wieder flott zu kriegen. De Castro ist dabei eine Schlüsselfigur. Er war auch bei Google zuletzt in diesem Bereich leitend tätig. Mayer wiederum war das weibliche Gesicht von Google und zuletzt für die Kartendienste verantwortlich, bevor sie die Führungsrolle bei Yahoo übernahm.

1 Million Dollar als Antrittsprämie

Yahoo hatte nach Informationen des Technologie-Blogs «All Things D» schon eine ganze Weile um de Castro gebuhlt. Schon Mayers wegen eines geschönten Lebenslaufs geschasster Vorgänger Scott Thompson hatte demnach versucht, den Google-Manager abzuwerben.

Google ist Yahoos schärfster Rivale beim Ringen um die lukrative Online-Werbung. Auch Facebook buhlt um die Werbekunden. Mayer dürfte de Castro am Ende mit jeder Menge Geld überzeugt haben: Das jährliche Grundgehalt liegt bei 600'000 Dollar; hinzu kommen Boni.

Vor allem aber bekommt der Manager 1 Million Dollar in bar quasi als Antrittsprämie, wie aus Börsenunterlagen hervorgeht, sowie über vier Jahre verteilt Aktien beziehungsweise Aktienoptionen im Wert von mehreren Dutzend Millionen Dollar.

(tke/tno/sda)

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