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Mobilität
Siemens schickt Sigmar Gabriel in den VR von Alstom

Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel: Der ehemalige deutsche Wirtschafts- und Aussenminister holt sich Mandat für seine Zeit nach der Politik. Quelle: Florian Gaertner / GettyImages

Sigmar Gabriel soll in den VR des künftigen deutsch-französischen Zugkonzern Siemens Alstom. Siemens kann sechs der elf VR-Mitglieder stellen.

Veröffentlicht am 16.05.2018

Der ehemalige deutsche Wirtschafts- und Aussenminister Sigmar Gabriel soll in den Verwaltungsrat des künftigen deutsch-französischen Zug-Konzerns Siemens Alstom einziehen. Siemens nominierte den früheren SPD-Vorsitzenden als eines von elf Mitgliedern des Gremiums, das den fusionierten Hersteller der Schnellzüge ICE und TGV überwachen soll. Der Verwaltungsrat von Alstom stimmte am Dienstag dem Personal-Tableau zu. Siemens hatte das Recht, sechs der elf Verwaltungsräte zu nominieren, Vorsitzender des Gremiums ist der Technik-Vorstand des Münchner Industriekonzerns, Roland Busch.

Chinesen Paroli bieten

Neben Busch gehören weitere drei Siemens-Manager dem Verwaltungsrat von Siemens Alstom an, unter ihnen Finanzvorstand Ralf Thomas und Personalchefin Janina Kugel. Siemens soll knapp die Mehrheit an dem börsennotierten Zug-Hersteller halten. Mit der Fusion wollen Siemens und Alstom dem chinesischen Branchenriesen CRRC Paroli bieten. Die Kartellwächter müssen dem Zusammenschluss aber noch zustimmen. Operativ geführt wird das Unternehmen von Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Die Franzosen schicken vier unabhängige Manager in den Verwaltungsrat, darunter den bisherigen Verwaltungsratschef Yann Delabriere und den ehemaligen BNP-Paribas-Chef Baudouin Prot.

Bereits zum 1. Juli bekommt Alstom einen neuen Finanzchef. Laurent Martinez kommt vom Flugzeugbauer Airbus, wo er zuletzt das Service-Geschäft führte. Zuvor hatte er als Finanzvorstand bei der Satelliten-Tochter Astrium und als Chef-Controller bei Airbus gearbeitet. Seine Vorgängerin bei Alstom, Marie-José Donsion, war zum Petrochemie-Konzern Arkema gewechselt. 

(reuters/tdr/mlo)

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