Der Siemens-Konzern trennt sich von Einkaufsvorstand Barbara Kux. «Der Aufsichtsrat werde Kux' Vertrag auf seiner nächsten Sitzung am 28. November nicht verlängern», schreibt die «Financial Times Deutschland» (FTD) mit Verweis auf interne Quelle.

Auch die «Handelszeitung» berichtete bereits vor Monaten über die schwache Zwischenbilanz von Kux.

Der aktuelle Vertrag läuft erst in einem Jahr aus. Von Seiten des Unternehmens wollte niemand Stellung nehmen.

Dem Bericht zufolge habe Kux eine zweite Amtsperiode angestrebt - folglich wird der Entscheid als «persönliche Niederlage» kommentiert. Mit der Nichtverlängerung würden Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme und Vorstandschef Peter Löscher auch eingestehen, dass sie bei der Bestellung der Schweizerin vor vier Jahren danebengegriffen hätten, so der Bericht.

Kux war 2008 als erste Frau in der über 160-jährigen Geschichte des Industriekonzerns in den Vorstand eingezogen. Damals feierten Cromme und Löscher dies als «historischen Erfolg». «Doch Kux konnte sich mit ihren Ressorts Einkauf und Nachhaltigkeit in dem männerdominierten Konzern nie durchsetzen», heisst es weiter.

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Kux sei laut «FTD» mit einem Jahresgehalt von 3,9 Millionen Euro die bestbezahlte weibliche Führungskraft Deutschlands.

(vst/aho)