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Managerlöhne
Spitzenmanager müssen saftige Lohneinbussen hinnehmen

Tidjane Thiam, CEO of Swiss bank Credit Suisse, speaks prior the press conference of the full-year results of 2017 in Zurich, Switzerland, Wednesday, Feburary 14, 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza).
Chefs von Schweizer Grosskonzernen wie etwa Credit Suisse-CEO Tidjane Thiam verdienen weniger. Quelle: © KEYSTONE / ENNIO LEANZA

Der Durchschnittslohn der Schweizer Konzernlenker fiel 2017 von 7,7 auf 5,5 Millionen Franken. Deutsche Chefs verdienen mehr.

Veröffentlicht am 27.11.2018

Die Chefs von Schweizer Grosskonzernen haben im Schnitt eine markante Lohneinbusse hinnehmen müssen. 2017 fiel der Medianlohn der Chefs der 20 Unternehmen aus dem Leitindex SMI von gut 7,7 Millionen auf 5,5 Millionen Franken.

Das ist ein sattes Minus von knapp 30 Prozent, wie die Beratungsgesellschaft PwC in einer Studie feststellte, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Beim Medianlohn verdient die eine Hälfte der Konzernchefs mehr als 5,5 Millionen, die andere Hälfte weniger. Damit sei die Medianvergütung von Chefs der 20 grössten börsenkotierten auf das Niveau von 2009 gefallen, hiess es.

Auch bei den mittelgrossen Unternehmen, die im SMIM-Index enthalten sind, gab es im vergangenen Jahr Lohnrückgänge der Firmenchefs um 7,6 Prozent auf 3,3 Millionen Franken. Allerdings ist der Medianlohn immer noch um rund 54 Prozent höher als im Jahre 2009.

Bei den kleinen börsenkotierten Unternehmen (Smallcap) stieg dagegen der Medianlohn um 3,5 Prozent auf 1,4 Millionen Franken. Das sind beinahe 13 Prozent mehr als im Jahre 2013.

Deutsche Firmenlenker verdienen mehr als Schweizer Kollegen

Im Vergleich mit den deutschen Firmenbossen zeigt sich, dass die Lenker von Schweizer Grosskonzernen im Median 2017 deutlich weniger verdienten als die Deutschen. Der Schweizer Medianlohn lag mit 5,5 Millionen um 1,3 Millionen tiefer als der Medianlohn von DAX-Konzernvorständen. Dies liegt daran, dass in Deutschland die Vergütungen im vergangenen Jahr im Gegensatz zur Schweiz um 13 Prozent gestiegen sind.

Auch bei den kleinen Unternehmen verdienten die deutschen Kollegen mit 1,6 Millionen mehr als die Schweizer Firmenchefs, die 1,4 Millionen erhielten. Nur bei den mittleren Unternehmen im SMIM haben die Schweizer mit 3,3 Millionen die Nase vor den deutschen Kollegen aus dem MDAX (3,0 Millionen Franken)

(awp/tdr)

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