Mathias Döpfner leitet den Medienkonzern Axel Springer für fünf weitere Jahre. Der Aufsichtsrat habe den Vertrag des seit 2002 amtierenden Vorstandschefs verlängert, teilten die Berliner auf Twitter mit.

Auch den Vertrag von Finanzchef Julian Deutz verlängerte das Kontrollgremium, wie ein Konzernsprecher bestätigte.

Ziel: Führender Digitalverlag der Welt

Döpfner hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Herausgeber von «Bild» und «Welt» zum weltweit führenden Digitalverlag umzubauen. Derzeit steht vor allem Wachstum im englischsprachigen Markt auf der Agenda.

Weiter hat das Medienhaus Axel Springer SE eine ursprünglich geplante Änderung seiner Rechtsform verworfen. Der Vorstand habe entschieden, die Umwandlung der Gesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) nicht weiter zu verfolgen, teilte das Medienhaus mit. Das sei nach Auffassung des Unternehmens und seiner Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer die bessere Alternative «für die langfristige Entwicklung des Unternehmens und dessen Attraktivität am Kapitalmarkt».

Neue Rechtsform für Einfluss der Erbin

Ursprünglich hatte der Medienkonzern die Rechtsform ändern wollen, um den Einfluss von Friede Springer zu sichern. Bei Kapitalerhöhungen sollte der Einfluss der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik als Mehrheitseigentümer erhalten bleiben. Hinter der Gesellschaft stehen Friede Springer sowie zwei Enkel des 1985 gestorbenen Verlegers Axel Springer. Ausserdem hält Frau Springer weitere persönliche Anteile.

Axel Springer betreibt in der Schweiz mit Ringier das Joint-Venture RingierAxelSpringer Schweiz. Zum Verlag gehören auch die Titel Handelszeitung, BILANZ, Le Temps und Beobachter.

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(reuters/awp/chb)