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EU-Datenschutzregeln
Starinvestor Peter Thiel kritisiert EU-Datenschutz

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Peter Thiel: Er war einer der ersten Investoren bei Facebook.Quelle: Keytone

Peter Thiel hält wenig vom neuen EU-Datenschutzgesetz. Der Starinvestor sieht die DSGVO als protektionistische Massnahme.

Veröffentlicht am 06.06.2018

Der deutschstämmige Investor und Paypal-Mitgründer Peter Thiel hat lautstark über die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geschimpft. Das sei die «Chinesische Mauer von Europa», sagte Thiel am Dienstag auf einer Veranstaltung des Axel-Springer-Konzerns.

Im Silicon Valley habe jeder gedacht: «Das können sie nicht machen.» Auf deutsch könne man auch sagen: «Das ist ein ganz dummes Selbsttor.» In erster Linie würden europäische Startups bestraft, kritisierte Thiel, der zu den ganz frühen Facebook-Investoren gehört. Die DSGVO sei es eine «protektionistische» Massnahme gegen die grossen US-Konzerne.

Freihandel bleibt unter Druck

Bezüglich des schwelenden Handelsstreits der USA mit China, der EU, Kanada und Mexiko verwies Thiel darauf, dass die Demokraten eine Mitschuld trügen. Die Demokratische Partei sei noch stärker gegen freien Handel als die Trump-Regierung.

«Wer auch immer Trump nachfolgt, wird weniger für freien Handel sein als Trump», sagte Thiel, der im US-Wahlkampf hohe Summen für US-Präsident Donald Trump spendete und einer seiner Berater war. 2016 sagte er in einer Rede auf dem republikanischen Parteitag in Cleveland: «Ich bin stolz, schwul zu sein. Ich bin stolz, Republikaner zu sein. Aber am allermeisten bin ich stolz, Amerikaner zu sein.»

Kulturunterschied ist entscheidend

Die Unterschiede zwischen den Startup-Hochburgen in Europa und dem Silicon Valley führte er auf kulturelle Fragen zurück. «In Europa, in Deutschland, in Berlin ist es nicht akzeptiert, ambitioniert zu sein», sagte Thiel, der auch in das Berliner Fintech N26 investiert hat. Es sei stattdessen ein Platz, wo es eine «Work-Life-Life-Life-Balance» gebe.

(reuters/mbü)

 

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