Beim Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA hat sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Ludwig Kley nach 10 Jahren von seinem Posten verabschiedet. Im Zuge der Hauptversammlung in der Frankfurter Jahrhunderthalle übergibt Kley seinen Posten an seinen Nachfolger Stefan Oschmann.

Der Aufsichtsrat dankte Kley für seine Arbeit bei Merck. Er habe seit seinem Amtsantritt 2007 «Hervorragendes» geleistet, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Wolfgang Büchele. «Mit ihm verlässt ein grosser deutscher Wirtschaftsführer Merck», sagte er. Kley wird künftig weiter in mehreren Aufsichtsräten aktiv sein, unter anderem wird er vom Sommer an den Vorsitz im Aufsichtsrat beim Energiekonzern Eon übernehmen.

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Dank an die Mitarbeiter

Kley bedankte sich bei Mitarbeitern, Kollegen, Kunden und Aktionären. An die Adresse der Familie Merck, die rund 70 Prozent des Gesamtkapitals am Unternehmen hält, sagte er, der Umbau des Unternehmens in den vergangenen zehn Jahren sei ohne den Rückhalt der Familie nicht möglich gewesen.

«Mit meinem Nachfolger Stefan Oschmann habe ich in den vergangenen Jahren hervorragend zusammengearbeitet. Ich weiss das Unternehmen bei ihm in guten Händen», sagte Kley. Oschmann kam 2011 von der US-Namensschwester Merck (MSD) zu den Darmstädtern und verantwortete das Pharmageschäft. Zuletzt war er Kleys Stellvertreter. Der Wechsel an der Konzernspitze stand seit Oktober fest.

(awp/chb)