Tepco straft seine Geschäftsleitung ab. Der Betreiber des japanischen Katastrophen-AKW Fukushima, reagiert mit Lohnkürzungen auf den Umgang seiner Manager mit der schwersten nuklearen Katastrophe seit 25 Jahren. Die Gehälter der Geschäftsleitung würden um die Hälfte gesenkt, teilte der unter massivem öffentlichen Druck stehende Konzern mit.

Da die Jahresgehälter aller Mitarbeiter um 20 Prozent gekürzt werden, sind allerdings nicht nur die Manager von der Massnahme betroffen.

Die Summe der gesamten Schadenersatzleistungen, die Tepco allein in diesem Geschäftsjahr leisten muss, wird von Branchenexperten auf umgerechnet knapp 22 Mrd. Franken geschätzt. Noch in dieser Woche könnte der Konzern einen Restrukturierungsplan veröffentlichen, der etwa Beteiligungsverkäufe sowie den Abbau von Stellen beinhalten könnte.

Tepco setzt zudem auf Unterstützung der Regierung. Seit dem Beben am 11. März und der darauffolgenden Katastrophe im AKW Fukushima haben die Aktien des Unternehmens drei Viertel ihres Wertes verloren.

(laf/sda/awp)