Ungarns Notenbankchef Andras Simor bietet der Regierung für die Rücknahme einer umstrittenen Gesetzesänderung sein Gehalt an. Er würde für nur einen Forint pro Monat - das sind 0,004 Franken - arbeiten, wenn Gehaltskürzung für Notenbanker rückgängig gemacht wird. Das neue ungarische Gesetz hatte bereits die EU schaf kritisiert.

Die 2010 beschlossene pauschale Deckelung der Gehälter bei allen öffentlichen Angestellten einschliesslich der Notenbanker wird von EU und EZB als Eingriff in die Unabhängigkeit der Währungshüter kritisiert. Das Gesetz bedeutete für Simor eine Gehaltskürzung von 75 Prozent und auch für einige seiner Kollegen in der Zentralbank-Spitze erhebliche finanzielle Einbussen.

Der Streit über die Unabhängigkeit von Notenbank, Medien und Justiz gefährdet mittlerweile die Zahlung internationaler Hilfsgelder an das hoch verschuldete Ungarn. Der rechtskonservative Ministerpräsident Viktor Orban hat zwar Zugeständnisse angekündigt, die Gehaltskürzungen bei der Zentralbank aber als nicht verhandelbar bezeichnet.

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(muv/sda)