Auf der Suche nach dem «Big Investment» hat Warren Buffett eine Japanreise angetreten - seine erste. Gemäss der Financial Times Deutschland hat Buffett dabei ein Werk des Werkzeugherstellers Tungaloy Corp besucht.

Die israelische Iscar Metalworking Cos, welche Buffett im Jahr 2006 erwarb, beteiligte sich 2008 mit 71,5 Prozent an Tungaloy. Beim Besuch liess sich der Investor nicht davon abhalten, dass sich das Werk im Umkreis von 40 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima Dai-Ichi befindet. Das Kraftwerk war vergangenen März das Zentrum der Atomkatastrophe in Fukushima gewesen.

Zum japanischen Kamerahersteller Olympus (Aktie Olympus), der anfangs Monat von einem Fälschungsskandal erschüttert worden war, äusserte sich Buffett bei seinem Besuch positiv: «Wir suchen nach Unternehmen, die irgendeinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil haben», der Skandal ändere nichts an Buffetts Einschätzung des Unternehmens.

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Gegenüber dem Nachrichtensender CNBC hatte sich Warren Buffett auch zum Thema Eurokrise geäussert. Er erklärte, dass die «grosse Schwachstelle» im Euro-System nicht durch Worte allein gelöst werden könne, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Trotzdem sähe er auf Anhieb mindestens ein Dutzend europäischer Aktien und Unternehmen, die ihn immer noch interessieren, so der Staranleger. Als Beispiel nannte er die britische Supermarktkette Tesco (Aktie Tesco), von der er mehr kaufen würde, wenn der Preis weiter fällt.

(kgh/tno)