Veredelt werden ausschliesslich Serienbikes, wobei sich die Auswahl jährlich auf wenige ausgesuchte Modelle beschränkt. In der laufenden Saison 2010 betrifft dies die Dayna Fat Bob, die Softail Convertible sowie die beiden Tourer Street Glide und Electra Glide Ultra Classic. Die Preisspanne beginnt da, wo diejenige der Grossserien-Bikes aufhört - bei 38000 Fr.

Von einem Motorrad in diesem Preissegment darf der Kunde mit gutem Gewissen mehr als üblich erwarten. Von Harley-Davidson bekommt er es auch geboten. Zahlreiche Serienteile werden durch edle Komponenten aus der H-D-Bibel, dem mittlerweile rund 5 cm dicken Parts-&-Accessoires-Katalog, ersetzt. Und wenn etwas nicht 100%ig perfekt zum Ganzen passt, wird es für die CVO neu konstruiert.

Ergänzende Zubehörteile komplettieren das exklusive und hochwertige Erscheinungsbild. Jedes dieser Unikate wird von einem einzigen Mitarbeiter mit viel Liebe zum Detail customized und nach der Vollendung an einer von aussen nicht sichtbaren Stelle signiert.

Die für Uneingeweihte schwer nachvollziehbaren, ultralangen Buchstabenkombinationen der H-D-Typenbezeichnungen sind für die CVO-Modelle noch länger. Sie enden alle mit dem zusätzlichen Kürzel SE; dieses steht für das hauseigene Motorentuning-Department Screamin’ Eagle. Damit ist bereits gesagt, dass sich CVO auch in Sachen Antrieb deutlich von den Serienbikes unterscheiden. Entsprechende Big-Bore-Zylinder und -Kolben vergrössern den Hubraum der Twin-Cam- 96-Motoren auf 110 Cubic Inch beziehungsweise 1802 cm3. In Verbindung mit geänderten Nockenwellen und Modifikationen im Ansaugtrakt wird dadurch die Leistung je nach Modell auf bis zu 98 PS und 156 Nm (Street Glide) angehoben und sowohl die Laufkultur als auch die Charakteristik optimiert.

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Hier geht die Post so richtig ab

Im unteren Drehzahlbereich bis rund 3000 U/min sind im Vergleich mit den Twin-Cams der Standardmodelle kaum Unterschiede festzustellen. Ab dieser Marke reissen die hubraumstärkeren Screamin’-Eagle-Motoren der CVO-Modelle jedoch ganz entschieden stärker an und vermitteln sogar einen Hauch von sportlicher Drehfreude. Das Sechsgangetriebe ist individuell auf die entsprechenden Auslegungen der einzelnen Modelle abgestimmt. Gangeinlegen und Schalten werden weiterhin von Klackgeräuschen begleitet, beides funktioniert ansonsten jedoch gut und problemlos. Toll auch der Sound, der sich vom sonoren und Harley-typischen «potato, potato, potato» im Standgas zum orkanartigen Sound-Gewitter in höheren Drehzahlen steigert.

Mit den CVO-Modellen setzt Harley-Davidson den bereits sehr hohen Verarbeitungsstandard der Serienmodelle noch ein ganzes Stück höher. Schön und edel sind sie alle.

CVO Softail: Ausgerüstet mit kompakter Verkleidung, Ledertaschen, abnehmbarem Soziussitz und Sissibar, empfiehlt sich die CVO Softail Convertible als vielseitig wandelbare Kombination aus Touring-Bike und Cruiser.

CVO Fat Bob: Im Gegensatz dazu gibt sich die CVO Fat Bob noch muskulöser, breitschultriger und kompromissloser als die Basisversion.

CVO Street Glide: Ähnliches gilt für die CVO Street Glide, die als ultimativer Tourer auf schicken Agitator-Rädern rollt. Tiefere Sitzposition und bequeme Soziusrückenlehne optimieren den Komfort an Bord. Dazu gibts mehr Platz in den neuen Seitenkoffern.

CVO Electra Glide Ultra Classic: Platz und Komfort im Überfluss bietet in erster Linie die CVO Electra Glide Ultra Classic. Der 430 kg schwere Übertourer lässt in jeder Hinsicht keine Wünsche offen und distanziert alle anderen Modelle klar - als teuerste Harley-Davidson mit 51000 Fr. auch in Sachen Preis.