Tun Sies einfach. Anstatt prophylaktisch davon auszugehen, dass Sie Ihren neuen Vorsatz ja doch nicht umsetzen und wie jedes Jahr glorios daran scheitern werden. Glauben Sie einmal an sich! Und strengen Sie sich an! Denn gewiss gibts auch bei Ihnen etwas, das Sie noch erlangen wollen (zum Beispiel irgendeine Tugend) oder gerne endlich loswerden würden (zum Beispiel irgendein Laster).

Begreifen Sie Ihren Vorsatz als Ziel, das es exakt zu definieren und schrittweise umzusetzen gilt, dann geht es leichter. Strafen Sie die Statistik Lügen, die davon ausgeht, dass von zehn guten Vorsätzen neun nie umgesetzt werden. Oder fassen Sie zehn Vorsätze, dann überlebt wahrscheinlich einer.Einige Denkanstösse für diejenigen, denen sonst nur das mit dem Rauchen oder das mit dem Sport einfällt und beides noch nie so richtig geklappt hat:

1. Üben Sie Verzicht

Falls Sie zu den Bevorzugten gehören, denen auch dann noch das pralle Bonus-Füllhorn aufgedrängt wird, wenn Ihre Firma schon halb am Boden liegt, dann überlegen Sie sich doch mal einen freiwilligen Verzicht. Oder, zum Üben, zumindest einen Teilverzicht. (Einfach sagen, Sie würden verzichten, wenn Sie eh nichts zugute haben, zählt aber nicht! Es sollte schon etwas wehtun, damit es glaubwürdig wird.) Und belassen Sie das Verzichtgut in der Firma. Das lässt Sie auch als Manager zur Abwechslung ein wenig wie einen Unternehmer empfinden.

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2. Lachen Sie etwas mehr

Ohne Scherz: Das körpereigene Immunsystem wird durch Lachen aktiviert und der Stoffwechsel angeregt, die Durchblutung von Herz und Lunge wird verbessert, der Blutdruck sowie der Blutzuckerspiegel gesenkt,
die Muskulatur entspannt, das Schmerzempfinden reduziert, die Konzentration gefördert, Ängste werden abgebaut, die Stresshormone Adrenalin und Kortisol abgebaut. Und die Laune steigt – bei Ihnen wie bei den Untergebenen. Sollten Sie rein gar keinen Grund zum Lachen finden:

3. Engagieren Sie sich gegen den Stress

Und zwar gegen Ihren eigenen. Und – vielleicht etwas einfacher umzusetzen – gegen den Ihrer Mitarbeitenden. Denn Stress macht krank. Damit umzugehen gehört zu den persönlichen Kompetenzen
eines jeden. Schulen Sie diese und lassen Sie schulen. Überlegen Sie, was Sie zulassen und was Sie lassen sollten. Und lernen Sie, Nein zu sagen – auch wenns am Anfang stresst!

4. Stellen Sie einen Lehrling ein

Es soll Firmen geben, die könnten zwar schon, tuns aber nicht. So die Ihre auch eine solche sein sollte, besteht Handlungsbedarf. Also handeln Sie! Das könnte sich längerfristig sogar als konstruktiver Beitrag zur Lösung des Nachfolgeproblems erweisen.

5. Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden aus

Geben Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Gefühl, dass Ihnen deren Meinungen und Ansichten wichtig sind. Um die kreativen Ausbrüche abzuschöpfen, stellen Sie einen Ideen-Briefkasten auf – darf auch elektronisch sein. Aber noch viel bessere Resultate erzielen Sie, wenn Sie sie auf-fordern, die drei Dinge zu benennen, die sie am meisten stören – an Ihnen, an anderen, am Betrieb. Sollte anonym geschehen dürfen. Aber nachher muss auch etwas passieren.

6. Benimm-dich-Regeln

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Umgangsformen haben noch keinem geschadet. Und kosten nichts, ausser eventuell etwas Überwindung. Machen Sie zur Sitte, dass Strörendes offen angesprochen werden kann. Und sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Leute im Büro so benehmen, wie sie es irgendwo auf Besuch täten. Und nicht, wie wenn sie im Militärdienst wären oder allein im Wald.

7. Wählen Sie eine Frau in den VR

Bloss rund 4% aller Verwaltungsratsmandate in der Schweiz sind heute von Frauen besetzt. Bei den Top-VR-Sitzen sind es gar nur 0,4%. Vorbild Norwegen: Dort sind aufgrund der Quotenregelung zahlreiche Aktiengesellschaften von der Zwangsauflösung bedroht – all jene, deren Verwaltungsrat Anfang 2008 zu weniger als 40% (in Worten: vierzig Prozent) aus Frauen besteht! ( Sie hierzu auch unseren aktuellen Artikel aus dem Wallstreet Journal)

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8. Tun Sie was fürs Klima I

Überraschen Sie Ihre Equipe doch mal mit einem Champagner-Frühstück. Oder – vielleicht aus Gründen der Produktivität angesagter – mit einer Afterwork-Party: So hie & da am Freitag gegen Betriebsschluss etwas Luft in eine gute Flasche lassen ...

9. Tun Sie was fürs Klima II

Unterstützen Sie den öffentlichen Verkehr. Und stellen Sie Pingpong-Tische auf den Firmenparkplatz.