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Machtanspruch
Zeitgemässe Führung bindet Mitarbeiter ein

Gesprächssituation: Eine gute Feedback-Kultur ist wichtig.  Keystone

Mitarbeiter brauchen Freiräume und schaffen dafür Mehrwert für die Firma. Das zeigt eine neue Studie. Viele Personen in leitenden Positionen bekunden aber immer noch Mühe mit Kontrollverlust.

Veröffentlicht am 21.11.2014

Das operative Tagesgeschäft tritt für Führungskräfte vermehrt in den Hintergrund. Der Fokus geht laut einer Umfrage des Spezialistenvermittlers Hays weg von fachlichen Themen hin zu Mitarbeiterorientierung.

Den höchsten Stellenwert für Führungskräfte nimmt daher die Sozialkompetenz (78 Prozent) ein. Wesentliche Aufgaben bestehen laut den Antworten zudem darin, eine Feedbackkultur zu etablieren (71 Prozent), Mitarbeiter zu motivieren (69 Prozent) und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen (66 Prozent).

Das operative Tagesgeschäft dagegen nimmt auf der Aufgabenliste der Führungskräfte mittlerweile den letzten Platz ein, wie Hays am Freitag mitteilte. «Zeitgemässe Führung bindet die Mitarbeiter immer stärker ein und beteiligt sie aktiv», erklärte Marc Lutz, Direktor von Hays (Schweiz).

Rollenwechsel fällt schwer

Während moderne Führung neuen Mustern folge, seien viele Führungskräfte darauf allerdings noch nicht vorbereitet und blieben in ihrer alten Rolle verhaftet. «Kontrolle statt Eigenverantwortung und Anwesenheits- statt Ergebnisorientierung wirken sich jedoch zunehmend negativ auf das Geschäft und die Mitarbeiterbindung aus», hielt Lutz fest.

In der Befragung von 665 Entscheidungsträgern in Unternehmen und Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erklärten 55 Prozent, ihnen falle es schwer, ihre Kontrollfunktion zugunsten von mehr Eigenverantwortung zu reduzieren (55 Prozent) und sich statt an der Anwesenheit der Mitarbeitenden an deren Ergebnissen zu orientieren (48 Prozent).

Mit Abstand als grösste Herausforderung genannt wurde das Managen von Veränderungen, etwa die Steuerung der digitalen Transformation oder interne Restrukturierungen (72 Prozent). An zweiter Stelle steht der Umgang mit der steigenden Komplexität in Unternehmen (52 Prozent), gefolgt von der Wahrnehmung der Vorbildfunktion (44 Prozent).

(sda/ise)

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