Marc Stoffel hat die Wiederwahl zum Chef geschafft. Im Februar dieses Jahres trat er seine zweite Amtszeit als CEO der Softwarefirma Haufe-Umantis an. 85 Prozent der Belegschaft wollten Stoffel weiterhin als ihren Boss – ohne ihr Votum geht bei der Firma mit Sitz in St. Gallen nichts.

Mit diesem Konzept hat Haufe-Umantis über die Grenzen der Schweiz von sich reden gemacht: ein Unternehmen, dass Führungskräfte, Prozesse und Strategie demokratisch abstimmt. Einzig das Gehalt wird noch nicht per Mehrheitsvotum festgelegt. Seit der Gründung im Jahr 2000 wirtschaftet die Firma auf diese Weise.

Pensionierte werden zu freiwilligen Experten

Das Konzept ist preisgekrönt: In diesem wurde Haufe-Umantis mit dem zweiten Platz des «New Work Awards» des Karriere-Netzwerkes Xing geehrt. Die Auszeichnung geht an Konzerne, die innovative Arbeitsweisen in der Praxis leben – zum Beispiel ein Expertenpool bei Autohersteller Daimler, über den pensionierte Fachkräfte ihre Erfahrung auch im Rentenalter einbringen können.

Der «New Work Award» von Xing wird auch 2016 verliehen. Unternehmen in der Schweiz, in Deutschland und der Schweiz können sich noch bis zum 15. November bewerben.

(me)
 

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