Für den Zurich-CEO-Posten gilt einem Medienbericht zufolge Generali-Chef Mario Greco als Top-Kandidat. Dies schreibt das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» in einer Vorabmeldung.

Der Sofortausstieg von Martin Senn erschwere die Suche massiv: Der Zeitdruck steige, und das Verfahren sei halböffentlich, heisst es. Weil VRP und Interims-CEO Tom de Swaan zudem die Anforderung präzise definiert hat (Entrepreneurial Leader, Versicherungsmanager, CEO-Erfahrung) käme «nur eine Handvoll Kandidaten» in Frage.

Mehr Geld

Der angebliche Favorit Greco kennt den Versicherungskonzern bestens und war bereits einer der vier Kandidaten, als Jim Schiro 2009 als CEO zurücktrat, schreibt das Magazin. Greco war bis Juni 2012 Chef des Lebens- und Sachversicherungsgeschäfts bei der Zurich.

Ein Wechsel aus Italien zurück in die Schweiz käme nach drei Jahren zwar früh, «doch Zürich mag für den polyglotten Ex-McKinsey-Mann mehr Charme haben als das wenig mondäne Triest, und die Bezahlung liegt mit über 8 Millionen Franken fast doppelt so hoch», heisst es im «Bilanz»-Artikel weiter.

Rochade im Verwaltungsrat

Während für die CEO-Suche offenbar der Londoner Headhunter MWM angeheuert wurde, beauftragte de Swaan für die Suche nach neuen Mitgliedern im VR laut der «Bilanz» indes eine andere Firma. Egon Zehnder soll demnach Nachfolger für die Verwaltungsräte Thomas Escher (muss nach zwölf Jahren gehen) und Don Nicolaisen (wird 72) suchen.

Die «Bilanz» hatte Anfang November als erstes über den drohenden Abgang von Martin Senn berichtet – einen Monat, bevor der Zurich-CEO den Hut nahm.

(awp/ise/mbü)