Kryptowährungen sind einfach nicht tot zu kriegen. Schien es im Mai, Juni und bis Mitte Juli noch so, als ob Bitcoin & Co für immer das Aus drohen würde, so hat sich das Computergeld in den letzten Wochen ganz massiv erholt. Hatten sich beispielsweise Bitcoins im genannten Zeitraum wertmässig in etwa halbiert, so bringt die Leitwährung am Kryptomarkt nun in nicht einmal vier Wochen ein Plus von 50 Prozent.

Kryptohandel unter Beobachtung

Nach den Beschränkungen des Kryptohandels in China hat zwar auch die US-Börsenaufsicht signalisiert, dass sie diesen Bereich stärker unter die Lupe nehmen will. Aber nicht durch Verbote, sondern durch mehr Überwachung. Letztendlich werden auch Aktiengeschäfte überwacht und das hat Unternehmensbeteiligungen auch nicht den Todesstoss gebracht. Kryptowährungen wie Bitcoin dürften damit auch in Zukunft eine Rolle spielen.

Nachdem unser Bitcoin-Zertifikat im Musterdepot in den ersten Juni-Wochen ins Minus gerutscht war, beschert uns der Call nun doch schon schöne Gewinne von 30 Prozent. Und da könnten sogar schon kurzfristig noch weitere Steigerungen drin sein. Bitcoins haben jetzt den Widerstand bei der psychologischen Marke von 50'000 Dollar fast erreicht.

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Trader-Portfolio der HZ Musterportfolios.

Angesichts der unglaublichen Dynamik der Kryptowährung in den letzten Wochen, könnte diese Hürde schon in wenigen Tagen passé sein. Dann würde aus charttechnischer Sicht für den Bitcoin auch ganz schnell der Weg frei werden auf Preislevels von 55'000 Dollar. Risikofreudige Anleger steigen ein.

Swatch: Ende der Euphorie

Gar keine Freude bereitet dagegen Swatch und unser Call auf den Uhrenhersteller. Nachdem die Aktie des ehemaligen SMI-Mitglieds im Mai nach dem Ende der diversen internationalen Corona-Lockdowns kräftig klettern konnte, sorgen nun die erneuten Pandemie-Beschränkungen für ein Ende der Euphorie und deutlich fallende Kurse.

Zwar zeigte der Halbjahresbericht noch eine starke Ausweitung der Geschäfte mit einem Umsatzanstieg um 54,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken und auch die Prognose für das Gesamtjahr war mit einem avisierten Umsatz über dem 2019er-Level sehr erfreulich. Doch in Krisenzeiten mit zahllosen Beschränkungen ist einfach mit Uhren kein Staat zu machen.

Möglicherweise schlägt die vierte Corona-Welle doch stärker zu als befürchtet und die Aktie bleibt weiter unter Druck. Wir steigen aus. Swatch bleibt aber unter Beobachtung. Mit der inzwischen relativ hohen Liquidität im Depot werden wir in den nächsten Wochen übrigens in neue vielversprechende Chancen investieren.

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