Mit dem Gesamtmarkt im SPI Total Return ist auch das Satelliten-Musterdepot von HZ-Invest in den letzten Tagen leicht zurückgekommen. Das Wochenminus liegt dabei bei rund 3 Prozent. Überproportional stark korrigiert hat die Aktie von Rieter. Der Kurs des Herstellers von Textilmaschinen büsste auf Wochensicht rund 10 Prozent ein.

Dabei macht der Maschinenbauer aus Winterthur mit der Übernahme von drei Geschäften der Saurer Netherlands Machinery Company einen deutlichen Sprung nach vorn. Die drei übernommenen Firmen brachten es im Corona-Jahr 2020 auf Umsätze von 142 Millionen Euro. In den zwei Jahren vor der Pandemie lagen die Erlöse mit 235 Millionen (2019) und 260 Millionen Euro (2018) noch weit höher.

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die neu in den Rieter-Konzern aufgenommenen Unternehmen nach dem Abklingen der Corona-Einschränkungen wieder Umsätze von deutlich über 200 Millionen Euro schreiben werden. Für Rieter bedeutet dies: Das Umsatzniveau im Konzern dürfte durch die Neuerwerbungen um etwa 25 Prozent nach oben gehen.

Die aktuelle Kursschwäche der Aktie könnte damit eine gute Gelegenheit zum Einstieg sein. Immerhin ist der Titel jetzt wieder auf die starke Unterstützung im Bereich der psychologischen Marke von 200 Franken zurückgefallen. Von dort könnte Rieter schon kurzfristig zur nächsten Erholungsrally starten. Die Vorlage der Neunmonatszahlen am 22. Oktober könnte die Initialzündung sein.

Cicor stark im Schwung

Nicht zu bremsen ist dagegen Cicor. Seit ihrer Depotaufnahme Anfang Juni bringt die Aktie des Spezialisten für elektronische Komponenten und Systeme bereits ein Plus von 25 Prozent. Die Kurssteigerungen sind operativ gut unterlegt.

So steigerte der Technologiekonzern aus Boudry in Neuenburg seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 116 Millionen Franken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern machte dabei einen Sprung um 63 Prozent auf 6,6 Millionen Franken.

Deutlich mehr Aufträge für Cicor

Dabei wurde das Wachstum sogar noch durch die anhaltende Verknappung bei den Halbleitern abgebremst. Allerdings ist das nur die eine Seite der Medaille. Denn Cicor profitiert letztlich sogar von der Verknappung bei den Vormaterialien, denn die Kunden platzieren jetzt verstärkt längerfristige Aufträge.

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Mit dem zusätzlichen Schub aus dem Nachholeffekt nach Corona brachte das Cicor im ersten Halbjahr den markanten Anstieg im Auftragseingang von 51 Prozent auf 140 Millionen Franken.

Die Book-to-Bill-Rate, die das Verhältnis der Orders zum Umsatz zeigt, liegt aktuell bei 1,2. Vor einem Jahr waren es nur 0,85. Das bedeutet: Cicor kann die Auftragsflut gar nicht mehr vollständig abarbeiten. Der Auftragsbestand nimmt also zu.

Rekordkurse in Sicht

Anlegerinnen und Anleger setzen darauf, dass die Aktie noch in diesem Jahr den starken Widerstand bei rund 65 Franken überspringen und dann zumindest auf 70 oder gar auf das 14-Jahres-Hoch von rund 80 Franken aus dem Jahr 2018 durchstarten kann.

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