Konkret lag der Umsatz 2021 mit 680 Millionen Franken 9 Prozent höher als im Vorjahr, wie der Flughafen am Freitag mitteilte. Im Vergleich mit 2019 bedeutete das aber noch immer ein Minus von 46 Prozent.

Das überrascht allerdings kaum. Denn bereits bekannt war, dass das Verkehrsaufkommen mit 125'000 Flugbewegungen noch immer nicht einmal die Hälfte des Vor-Corona-Niveau erreichte.

Verlust eingedämmt

Mittels Kostenmassnahmen konnte die Firma den Schaden indes in Grenzen halten. Die Betriebskosten sanken um 8 Prozent. In der Folge lag der Betriebsgewinn (EBITDA) mit 299 Millionen Franken deutlich höher (+53%) als 2020. Trotz aller Einsparungen blieben jedoch die hohen Fixkosten zur Aufrechterhaltung der Flughafen-Infrastruktur.

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Am Ende resultierte wie schon im Vorjahr ein Verlust. Mit 10 Millionen machte dieser aber nur noch eine Bruchteil des Verlustes von 2020 aus, als das Minus 69 Millionen betrug.

Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Diese gingen von einem höheren Verlust aus. Auf die Ausschüttung einer Dividende wird aber dennoch erwartungsgemäss - wie schon für 2020 und 2019 - verzichtet.

Ukraine-Krieg verstärkt Unsicherheit

In der Pandemie zeichnet sich zwar eine weitere Besserung ab. Der Krieg in der Ukraine und die daraus folgenden Einschränkungen für den Luftraum haben die Lage aber wieder deutlich verunsichert.

So geht der Flughafen davon aus, dass die pandemiebedingten Reisebeschränkungen zunehmend gelockert werden. Der Einfluss des Ukraine-Kriegs auf die Luftfahrt sei derzeit allerdings noch unklar. Unter dem Strich erwartet der Flughafenbetreiber für 2022 Passagierzahlen rund 20 Millionen, also etwa zwei Drittel von 2019. Zugleich wird die Rückkehr in die Gewinnzone erwartet.