Der Schienengüterverkehr hat gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 um 0,7 Prozent zugenommen, wie der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr Litra in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Gegenüber dem Vergleichsquartal im Corona-Jahr 2020 stieg die Verkehrsleistung um 5,6 Prozent von 2,8 auf 2,95 Milliarden Nettotonnenkilometer. Den Grund dafür sieht Litra in gesteigerten Verkehrsmengen im alpenquerenden Transitgüterverkehr.

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Ausserdem wurde auf weniger beanspruchten Trassenkilometern eine stärkere Nachfrage abgewickelt. Der Schienengüterverkehr sei also insgesamt effizienter geworden.

Dem gegenüber steht ein weiterhin deutlicher Rückgang beim Personenverkehr: Zwar wurde das Angebot im Vergleich zum Jahr 2019 gemessen in Trassenkilometern um 2,7 Prozent ausgebaut, aber die Nachfrage ist gemessen in Personenkilometern noch immer um 27 Prozent kleiner als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.

Die Auslastungszahlen der SBB zeigen nach Angaben von Litra ein ähnliches Bild: Die Züge im Regional- und Fernverkehr sind derzeit im Durchschnitt 30 Prozent weniger ausgelastet als 2019.

Bei der Untersuchung hat Litra im Personenverkehr das Aufkommen folgender Zugverkehrsunternehmen untersucht: BLS, MGB, MOB, OeBB, RegionAlps, RhB, SBB, SBB GmbH, SOB, SZU, Thurbo, Tilo, TPF, TRAVYS und Zentralbahn. Beim Güterverkehr wurden berücksichtigt: BLS Cargo, DB Cargo, RailCare, SBB Cargo, SBB Cargo International, TX Logistik und WRS.