Lange Zeit war es ruhig um Daniel Graf. Seit seinem Abgang als Head of Product beim Fahrtenvermittler Uber vor eineinhalb Jahren kümmerte sich Graf hauptsächlich um die Familie und um seine rund 20 Investments. Jetzt ist er zurück: als CEO des Start-ups Mindstrong.

Die Firma mit Sitz in Mountain View im Silicon Valley hat 100 Mitarbeiter und konnte bereits 60 Millionen Dollar an Kapital einsammeln – unter anderem ist Amazon-Gründer Jeff Bezos investiert. Graf soll nun das Wachstum ankurbeln. «Mindstrong ist die vielversprechendste Opportunity bezüglich Mission, Technologie und Geschäft, die ich je gesehen habe», sagt der 45-jährige Rheintaler.

Smartphone-Verhalten verrät Krankheit

Das Geschäftsmodell: Mindstrong wendet sich an Menschen mit Schizophrenie, bipolaren Störungen oder Depressionen und erkennt Krankheitsschübe an der Art, wie der Patient das Smartphone bedient – anhand von Tippgeschwindigkeit, Fehlerrate, Präzision von Wischgesten etc. Im Akutfall stellt Mindstrong einen Therapeuten per Videochat zur Verfügung.