"Wir sind uns darüber bewusst, dass einige Leute und Unternehmen Schwierigkeiten haben, auf Facebook-Produkte zuzugreifen", erklärte ein Konzernsprecher am Freitag. "Wir arbeiten an einer raschen Rückkehr zur Normalität und entschuldigen uns für jede Unannehmlichkeit." Facebook machte keine Angaben zum Ausmass des Problems oder zu möglichen Gründen.

Die spezialisierte Website Downdetector registrierte einen deutlichen Anstieg der Fehlermeldungen über Facebook, den Facebook Messenger und die Tochterdienste Instagram und Whatsapp. Im Kurzbotschaftendienst Twitter, der nicht zu Facebook gehört, machten viele Nutzer ihrem Ärger Luft.

Erst am Montag hatten hunderte Millionen Nutzer stundenlang keinen Zugriff auf die Facebook-Dienste. Facebook machte eine fehlerhafte Neukonfiguration von Routern für den Totalausfall der Plattformen verantwortlich.

Dadurch sei die Kommunikation zwischen den Rechenzentren gestört worden und das habe "unsere Dienste zum Stillstand gebracht", erklärte der Vize-Präsident für Infrastruktur, Santosh Janardhan.

Die Störung offenbarte nicht nur die Verwundbarkeit des US-Konzerns, sondern traf Facebook auch zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt: Der Internet-Riese steht derzeit durch Vorwürfe einer Ex-Mitarbeiterin massiv unter Druck.

Die Whistleblowerin Frances Haugen wirft Facebook vor, Profit systematisch über Sicherheit zu stellen und dem Wohlbefinden jugendlicher Nutzer zu schaden.