"Aufgrund der einengenden Bedingungen für Korrespondentinnen und Korrespondenten und der ihnen drohenden Konsequenzen hat SRF aktuell keine Mitarbeitenden mehr vor Ort in Russland. Die Situation wird aber laufend neu beurteilt", teilte SRF auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag mit. Zuvor hatte das Online-Portal von "20 Minuten" darüber berichtet.

Wenige Stunden vorher war bekannt geworden, dass die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF die Berichterstattung aus ihren Moskauer Studios ausgesetzt haben. Die britische BBC und der US-Nachrichtensender CNN hatten diesen Schritt noch früher bekannt gegeben.

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Der russische Präsident Wladimir Putin, der am Donnerstag vergangener Woche das Nachbarland Ukraine militärisch überfallen liess, hatte am Freitagabend mehrere Gesetze zur weiteren Einschränkung der freien Meinungsäusserung in Russland unterzeichnet, mit denen unabhängige Medienberichterstattung weiter beschnitten wird.

Bis zu 15 Jahre Haft drohen demnach für die Verbreitung von angeblichen "Falschinformationen" über die russischen Streitkräfte. Strafen drohen auch jenen, die öffentlich die Armee "verunglimpfen".