Das sagte Verwaltungsratspräsident Thomas Wellauer im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. Die SIX habe verschiedene Standorte und mit Madrid jetzt einen weiteren. "Beim Aufbau von Funktionen ist Spanien jetzt auch immer eine Option." Auch das Business Solutions Center in Polen wachse. "Wir müssen genau überlegen, wo welche Arbeit am sinnvollsten ist", sagte Wellauer weiter.

Den Sitz und das Management gleich ganz weg aus der teuren Schweiz nach Spanien zu verlagern, stehe aber "ausser Frage". Immerhin befinde sich die SIX im Besitz von 120 Schweizer Banken. "Ausserdem sind wir das Rückgrat des Schweizer Finanzplatzes und damit sehr in der Schweiz verwurzelt."

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Weitere Konsolidierung der Börsenlandschaft

Insgesamt rechnet die SIX dank der Übernahme der Madrider Börse Bolsas y Mercados Españoles (BME) mit einer deutlich höheren Profitabilität. "Das Börsengeschäft ist ein klassisches Plattform-Geschäft mit hohen Fixkosten. Und je mehr Volumina man abwickeln kann, desto besser sind die Stückkosten", sagte Wellauer.

Dank der Synergien erwarte er in den nächsten zwei bis drei Jahren eine merkliche Margensteigerung. Erste Effekte seien bereits in diesem Jahr zu sehen, und das werde sich weiter beschleunigen. Mit Blick auf die Handelsplattformen sei man derweil zum Schluss gekommen, dass die der SIX die bessere sei. Daher werde die BME Ende 2022/Anfang 2023 auf diese Plattform überführt.

Weil das Börsengeschäft eben so ein Skalengeschäft ist, bleibt auch der Druck zur weiteren Konsolidierung. Wellauer hält weitere Übernahmen für denkbar. Es stelle sich aber immer auch die Frage, wie hoch der Integrationsaufwand ist im Vergleich zum zusätzlichen Volumen. "Bei der BME hat es sich gelohnt."

Lockdown nicht ausgeschlossen

Die Konsolidierung in Europa sei aber schon weit fortgeschritten - mit der Euronext, der London Stock Exchange, der Deutschen Börse, der Nasdaq im Norden Europas und der Schweizer SIX. Es könne sich dennoch immer wieder "etwas verschieben". "Niemand hatte beispielsweise erwartet, dass die Londoner Börse die italienische Börse verkaufen wird." Dass die SIX mit ihrem Angebot nicht zum Zug gekommen sei, habe primär politische Gründe gehabt.

(Das vollständige Interview im Wortlaut ist in Kürze auf dem Premium-Dienst von AWP zu lesen)

Das sagte Verwaltungsratspräsident Thomas Wellauer im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. Die SIX habe verschiedene Standorte und mit Madrid jetzt einen weiteren. "Beim Aufbau von Funktionen ist Spanien jetzt auch immer eine Option." Auch das Business Solutions Center in Polen wachse. "Wir müssen genau überlegen, wo welche Arbeit am sinnvollsten ist", sagte Wellauer weiter.

Den Sitz und das Management gleich ganz weg aus der teuren Schweiz nach Spanien zu verlagern, stehe aber "ausser Frage". Immerhin befinde sich die SIX im Besitz von 120 Schweizer Banken. "Ausserdem sind wir das Rückgrat des Schweizer Finanzplatzes und damit sehr in der Schweiz verwurzelt."

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Insgesamt rechnet die SIX dank der Übernahme der Madrider Börse Bolsas y Mercados Españoles (BME) mit einer deutlich höheren Profitabilität. "Das Börsengeschäft ist ein klassisches Plattform-Geschäft mit hohen Fixkosten. Und je mehr Volumina man abwickeln kann, desto besser sind die Stückkosten", sagte Wellauer.

Dank der Synergien erwarte er in den nächsten zwei bis drei Jahren eine merkliche Margensteigerung. Erste Effekte seien bereits in diesem Jahr zu sehen, und das werde sich weiter beschleunigen. Mit Blick auf die Handelsplattformen sei man derweil zum Schluss gekommen, dass die der SIX die bessere sei. Daher werde die BME Ende 2022/Anfang 2023 auf diese Plattform überführt.

Weil das Börsengeschäft eben so ein Skalengeschäft ist, bleibt auch der Druck zur weiteren Konsolidierung. Wellauer hält weitere Übernahmen für denkbar. Es stelle sich aber immer auch die Frage, wie hoch der Integrationsaufwand ist im Vergleich zum zusätzlichen Volumen. "Bei der BME hat es sich gelohnt."

Lockdown nicht ausgeschlossen

Die Konsolidierung in Europa sei aber schon weit fortgeschritten - mit der Euronext, der London Stock Exchange, der Deutschen Börse, der Nasdaq im Norden Europas und der Schweizer SIX. Es könne sich dennoch immer wieder "etwas verschieben". "Niemand hatte beispielsweise erwartet, dass die Londoner Börse die italienische Börse verkaufen wird." Dass die SIX mit ihrem Angebot nicht zum Zug gekommen sei, habe primär politische Gründe gehabt.