Im laufenden vierten Quartal dürften die Zahlen bei 66 Prozent des Rekordjahres 2019 liegen, sagte Tourismusministerin Reyes Maroto am Montag bei einer Veranstaltung in Madrid.

Ausländische Reisen nach Spanien haben in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt. Die Besucherzahlen im September haben sich im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als vervierfacht. Trotz dieser positiven Entwicklung lag die Zahl der ausländischen Besucher in den ersten neun Monaten dieses Jahres immer noch ein Drittel unter dem Niveau von 2019, als mehr als 80 Millionen Touristen kamen.

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Maroto geht davon aus, dass die Wiederaufnahme des Reiseverkehrs zwischen der EU und den USA einen zusätzlichen Schub bringen werde. Sie rechnet damit, dass der Tourismus im Jahr 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird.

Auch in anderen beliebten europäischen Reisezielen zeichnet sich eine deutliche Erholung ab. In Griechenland lagen die Einnahmen in dem Wirtschaftssektor Tourismus von Januar bis August um fast 136 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie Tourismusminister Vassilis Kikilias der Zeitung "To Vima" sagte.

Im Gesamtjahr 2019 sorgten 33 Millionen Besucher für einen Rekordumsatz von 18 Milliarden Euro. Im Corona-Jahr 2020 brachen diese Kennzahlen ein auf sieben Millionen Besucher und vier Milliarden Euro Umsatz. Der Tourismus trägt etwa ein Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die EU-Kommission traut Griechenland für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 7,1 Prozent zu.