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Der Weg ist frei für Blatter

Sepp Blatter: Seinen Widersacher ist er los - und selbst reingewaschen. (Bild: Keystone)
Fifa-Präsident Sepp Blatter hat wieder einmal gesiegt: Die Ethikkommission hat ihn reingewaschen und der gefürchtete Konkurrent um die Präsidentschaft hat sich zurückgezogen – und wurde erst noch susp
von am

Seiner vierten Präsidentenkür am Mittwoch steht nichts mehr entgegen: Sepp Blatter ist einziger Kandidat für das hohe Amt – und wird deshalb aller Wahrscheinlichkeit nach weiterhin dem mächtigen Fussball-Weltverband vorstehen.

Sein Herausforderer Mohammed Bin Hammam hat sich in der Nacht auf heute aus dem Rennen genommen – noch  bevor er vor der Ethikkommission der Fifa antraben musste. Und diese hat nun entschieden: Die Exekutivkomitee-Mitglieder Mohammed Bin Hammam und Jack Warner werden wegen Korruptionsverdachts vorläufig suspendiert.

Schuldig seien sie deswegen noch nicht, sagte der Vizepräsident der Ethikkommission, Petrus Damaseb, vor den Medien am Fifa-Hauptsitz in Zürich. Aber es würden Untersuchungen gegen die beiden geführt. Ganz im Gegenteil zu Blatter: Gegen ihn wird nicht ermittelt – er erhielt von der Ethikkommission einen Persilschein.

Die beiden Spitzenfunktionäre Mohamed Bin Hammam, Präsident des Asiatischen Fussball-Verbandes, und Jak Warner, Präsident des Nord- und Mittelamerikanischen Fussball-Verbandes, sollen gegen den Ethikcode der  Fifa verstossen haben, indem sie beim Treffen der Karibischen Fussball-Union Anfang Mai versucht haben sollen, für die Wahl Bin Hammams zum Fifa-Präsidenten Stimmen zu kaufen.

Rückzug aus dem Rennen

In der Nacht auf Sonntag gab Blatters Herausforderer aus Qatar seinen Rückzug aus dem Rennen bekannt. Die jüngsten Ereignisse hätten ihn «verletzt und enttäuscht» zurückgelassen, schrieb Bin Hammam auf seiner Internetseite.

Er könne nicht zulassen, dass der Name, den er geliebt habe, mehr und mehr in den Schmutz gezogen würde wegen des Wettbewerbs zwischen zwei Einzelpersonen. Das Spiel und die Menschen, die es lieben auf der ganzen Welt, müssten an erster Stelle kommen, begründete Bin Hammam seinen Rückzug im Wahlkampf, der zuletzt immer schmutziger geworden war.

Platini will nicht

Michel Platini will vorerst nicht für das Präsidentenamt der Fifa kandidieren. Es sei ausgeschlossen, dass er in die Wahl am Mittwoch in Zürich eingreife, sagte der Uefa-Präsident der BBC am Rande des Champions-League-Finals in London. Er wolle seine vierjährige Amtszeit als Präsident der Uefa erfüllen.

(cms/si)

 

 

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