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Wartungsumsätze zeigen sich in der Krise robust

Das Neulizenzgeschäft leidet. Dennoch sind die besten Unternehmen auf Wachstumskurs.
von am

Ein Grossteil der Umsätze von Softwarefirmen stammt aus dem stabilen Wartungs- und Servicegeschäft. Denn kein Informatikchef (CIO) würde den Ausfall von wichtigen Systemen in Kauf nehmen.

Doch verlangen gemäss einer Umfrage von Goldman Sachs immer mehr CIO Rabatte: 58% der Kunden erhielten bessere, 25% der Kunden deutlich bessere Bedingungen. «Über 80% der Kunden sagen, dass die Wartungsgebühren zumindest zu einem gewissen Grad unter Druck sind», sagt Goldman-Sachs-Analystin Sarah Friar.

Favoriten in der Poleposition

VMware, Oracle und Salesforce.com werden laut Experten die Krise am besten meistern. Umgekehrt dürften SAP, CA und Microsoft am meisten unter Druck kommen.

In der Schweiz ist nur Crealogix empfehlenswert. Das Unternehmen erzielte zuletzt zwar weniger Umsatz, doch wurde der Betriebsgewinn auf 2,55 Mio Fr. fast verdoppelt.

Ein defizitärer Geschäftsbereich wurde verkauft, und die ERP-Sparte (Unternehmenssoftware) schaffte den Turnaround.

Oracle legt weiter zu

VMware ist mit einem Marktanteil von 80% der Marktführer bei Virtualisierungs-Software. Mit ihr lassen sich Computerressourcen besser nutzen. Der Netzwerkausrüster Cisco holte VMware für die Lancierung eigener Server ins Boot. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten für das laufende Jahr einen Gewinnrückgang pro Aktie um 10%.

«Wir bleiben Käufer von Oracle», sagt Barclays-Analyst Israel Hernandez, nachdem das US-Softwarehaus einen Umsatzzuwachs um 12% auf 5,5 Mrd Dollar bei einem Lizenzeinnahmenwachstum von 3% auf 1,5 Mrd Dollar gemeldet hatte. Damit lag das Ergebnis über den Erwartungen.

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