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Für bestehende und werdende Kader

Während andereOrganisationen für Arbeitnehmer über Mitgliederschwund klagen, steigen die Zahlen bei der Schweizerischen Kader-Organisation SKO. Auch Frauen treten immerhäufiger bei.
von am

SKO. Rolf Büttiker hat den Arbeitnehmerverband durch einige Wellentäler schlingern sehen, ist er doch seit zehn Jahren Verbandspräsident der Schweizerischen Kader-Organisation, SKO. Doch zurzeit freut er sich über neue Mitglieder, die besonders in den letzten drei Jahren die Bilanz aufpolieren.

Gegründet wurde die SKO ursprünglich vor 114 Jahren unter dem Titel Schweizer Werkmeisterverband. «Den Stallgeruch haben wir zwar schon längst abgestreift», schmunzelt der 57-jährige Solothurner, «aber es hat doch einige Zeit gedauert, bis wir das Image vom Büezer im blauen Gwändli auch in der breiten Öffentlichkeit losgeworden sind.» Das bestätigen die aktuellen Mitgliederzahlen: 1998 waren es 9074, 2007 werden bereits 11300 Mitglieder gezählt. Tendenz steigend. Die SKO versteht sich als Netzwerk für Kader und alle, die es werden wollen. Die politisch unabhängige Organisation bietet Mitgliedern beiderlei Geschlechts, die mehrheitlich im mittleren und oberen Kader tätig sind, eine breite Plattform.

Neue Sozialpartnerschaften

Nachdem sich die Verbandsleitung vor sieben Jahren einen Ausstieg aus der Sozialpartnerschaft überlegt hat, kam es 2002 ganz anders: 95% der Delegierten in Chur stimmten für die Weiterführung der Sozialpartnerschaft, ein Entscheid, den eine Mitgliederumfrage 2006 mit sehr hoher Zustimmung bekräftigte. In den Jahren 2005 und 2006 bewegte sich einiges bei den Sozialpartnerschaften: Bis 2005 sank die Zahl der Mitglieder mit Swissmem-Gesamtarbeitsvertrag (GAV), dem grössten der SKO, deutlich. Die SKO handelte daraufhin mit den anderen Verbänden den Swissmem-GAV 2006–2010 aus. Im vergangenen Jahr gab es eine weitere Neuerung: Die SKO erhielt vom Kaderverband des Öffentlichen Verkehrs das Mandat zur Geschäftsführung inklusive Unterstützung bei den erfolgreichen GAV-Verhandlungen der SBB.Im Jahresbericht steht zu lesen, dass 2006 ein guter Jahrgang war und das zum sechsten Mal in Folge. Dass es der Organisation gelungen ist, so viele Frauen und Männer in unterschiedlichen Positionen zu spannenden Anlässen zusammenzubringen, ist gemäss Büttiker vor allem auf Leistungen zurückzuführen, die echte Bedürfnisse der Mitglieder abdecken: «Wir vertreten die Interessen der Kader in der Schweiz, und zwar in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Wir offerieren unseren Mitgliedern dazu zahlreiche Top-Leistungen, Veranstaltungen und exklusive Angebote.» Und die SKO macht sich auch im öffentlichen Bewusstsein bemerkbar, da der Verband auch zu wirtschaftlichen und sozialen Fragen Stellung nimmt. So hat die «Abzockerinitiative» 2007 in den Medien für Schlagzeilen gesorgt und lieferte der Öffentlichkeit Gesprächsstoff rund um die Spitzensaläre der Top Shots. Diese Initiative ist Teil der 3. Sozialcharta 2006, in der unter anderem der Satz steht: «Die SKO setzt ihre Prioritäten in fünf Kernbereichen, eine davon lautet: Mehr Transparenz und Fairness im Lohnsystem.»

Weiblicher und jünger

Rolf Büttiker zeigt sich hocherfreut, dass immer mehr Frauen in die SKO eintreten. Noch vor zehn Jahren war keine einzige Frau Mitglied, inzwischen sind es immerhin 13,4% (Stand Ende 2006) – Tendenz steigend. Gesunken ist gleichzeitig das Durchschnittsalter der Mitglieder von 59 Jahren im Jahr 2000 auf derzeit 55. Das bringt frischen Wind und neue Themen in die Organisation, die derzeit einen Zuwachs von mittleren bis höheren Kadern erlebt. Dazu der Vereinspräsident: «Das bestätigt uns darin, dass die Inhalte und Leistungen einem echten Bedürfnis entsprechen.» Eine weitere Bestätigung: Das 2005 verliehene NPO-Label für Management Excellence wurde 2006 in die Praxis implementiert. Die SKO bestand das Zwischenaudit erfolgreich und ohne Auflagen.

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