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Streit

Frankreich verlangt Millionen von Amazon

Amazon: Geführt von Jeff Bezos. Quelle: Keystone
Der amerikanische Logistikgigant soll französische Händler unter Druck gesetzt haben. Paris fordert deshalb eine Millionenstrafe für Amazon.
von am

Der US-Versandriese Amazon muss sich in Frankreich wegen unfairer Handelspraktiken verantworten. Das französische Wirtschaftsministerium verlangt nach Angaben vom Montag eine Strafe in Höhe von rund zehn Millionen Euro und zitierte den Konzern deshalb vor das Pariser Handelsgericht. Das Ministerium wirft Amazon vor, Händler mit illegalen Klauseln unter Druck zu setzen. Amazon wollte sich zu dem Fall nicht äussern.

Die Generaldirektion für Wettbewerb und Verbraucher im Ministerium nimmt die Praktiken von Amazon seit zwei Jahren unter die Lupe. Dabei seien Verstösse gegen den Handelskodex zutage getreten, sagte Kabinettsdirektor Loïc Tanguy der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Willkürlich verkürzte Lieferzeiten

Nach Angaben der Zeitung «Le Parisien» schrieb Amazon den Händlern auf seiner Plattform zum Teil willkürlich verkürzte Lieferzeiten vor oder schloss Anbieter-Konten, wenn es zu viele negative Bewertungen gab.

Der Konzern erklärte, er äussere sich nicht zu juristischen Verfahren. In Frankreich wird die Amazon-Seite täglich im Schnitt rund 3,6 Millionen Mal angeklickt.

(sda/ise/mbü)