Politische Zögerer im Glarnerland

Kritische Fragen zur Digitalisierungsstrategie der GLKB
Glarner Kantonalbank
Glarner Berge
Für die digitalen Angebote der Glarner Kantonalbank gibt es keine Kantonsgrenzen.
Die SP-Landesfraktion des Kantons Glarus hinterfragt die Digitalisierungsstrategie der Glarner Kantonalbank kritisch. Knackpunkt: Die digitalen Angebote der Bank machen vor der Kantonsgrenze nicht halt.
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Redaktion «Schweizer Bank»
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Die Digitalisierung sprengt Grenzen und ruft daher vor allem bei den Kantonalbanken Politikerinnen und Politiker aller Couleur auf den Plan. So hinterfragte die SP-Landesfraktion des Kantons Glarus die in Branchenkreisen als innovativ bewertete Digitalisierungsoffensive der Glarner Kantonalbank (GLKB) mittels einer Anfrage zuhanden des Landratspräsidenten. Als kritisch beurteilte die SP vor allem die seit 2012 vorangetriebene Online-Strategie mit gezielten Finanzdienstleistungen. Dazu zählen die Online-Hypothek hypomat.ch sowie der kontomat.ch, risikomat.ch und der investomat.ch. Da diese Angebote vor Kantonsgrenzen nicht Halt machen, orten die SP-Vertreterinnen und -Vertreter ein Ausscheren aus der im Kantonalbankengesetz verankerten Geschäftsstrategie. Dem hält der Verwaltungsrat der GLKB in einem Antwortschreiben entgegen, dass die 2012 gestartete duale Strategie nicht nur gesetzeskonform, sondern auch sehr erfolgreich sei. So konnte die Bank ihre Erträge und Gewinne Quartal für Quartal substanziell ausbauen und an den Kanton laufend höhere Dividenden ausschütten. Zudem konnte sie ihre Risiken trotz dieses Wachstums bedeutend reduzieren. So sank die Eigenmittelbedarfsquote zwischen 2010 und Ende September 2017 von 3,92 Prozent auf 3,62 Prozent. (se)