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Gemeindewahlen

Corinne Mauch bleibt Zürcher Stadtpräsidentin

Corinne Mauch: Mit Glanzresultat bestätigt. Quelle: Keystone
Zürich bleibt in rot-grüner Hand. Sowohl in der Exekutive als auch im Parlament gewinnen die Linken klar.
von am

Die GLP schafft erstmals den Einzug in die neunköpfige Zürcher Stadtregierung. Die Grünen konnten ihren zweiten Sitz zurückerobern und die FDP verteidigt ihren zweiten Sitz. Die CVP hingegen fällt aus der Regierung und die SVP schafft es wieder nicht. 

Stadtpräsidentin bleibt Corine Mauch (SP), die sich deutlich gegen ihren ersten Verfolger Filippo Leutenegger (FDP) durchsetzte. Mauch schnitt auch bei den Stadtratswahlen hervorragend ab - sie erreichte das beste Resultat aller. 

An zweiter Stelle liegt Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne), gefolgt von den Bisherigen André Odermatt und Raphael Golta (beide SP). Danach kommt bereits Karin Rykart (Grüne), die den zweiten Sitz für ihre Partei zurückeroberte, und Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL). Rot-Grün behält damit die Mehrheit in der Stadtzürcher Exekutive. 

Bittere Niederlage für die CVP

Der Bisherige Filippo Leutenegger (FDP) wurde an siebter Stelle gewählt – gefolgt von den Neuen Andreas Hauri ( GLP) und Michael Baumer (FDP), welcher der FDP den zweiten Sitz sicherte. 

Hauri sorgte damit für eine Premiere: Mit ihm zieht die GLP erstmals in die Zürcher Stadtregierung ein. Für die CVP ist es hingegen bitter: Sie verloren ihren Sitz. Parteipräsident Markus Hungerbühler blieb chancenlos –genau so wie Susanne Brunner und Roger Bartholdi von der SVP. Damit wartet die SVP seit über 28 Jahren auf den Einzug in die Exekutive.

SVP bleibt in der Opposition

Für SVP-Parteipräsident Mauro Tuena war denn auch klar: «Die Wähler wollten einmal mehr nicht, dass wir Regierungsverantwortung übernehmen, sondern die Rolle der Opposition einnehmen», sagte er. 

Claude Virchaux, CVP-Wahlkampfleiter, erklärt sich die Niederlage damit, dass die Ausgangslage für eine 5-Prozent-Partei sehr schwierig gewesen sei. Das bürgerliche Ticket Top-5 habe nicht funktioniert. Nach dem überraschenden Rücktritt von SP-Stadträtin Claudia Nielsen habe sich die Ausgangslage für die CVP nochmals verschlechtert und für die GLP massiv verbessert. 

Klare Mehrheit für linke Parteien

Im Stadtparlament hat die linke Ratsseite nach vier Jahren mit äusserst knappen Mehrheitsverhältnissen wieder die klare Mehrheit: SP, Grüne und AL haben bei den Wahlen sieben zusätzliche Sitze gewonnen und verfügen damit über insgesamt 69 Sitze im 125-köpfigen Stadtparlament. 

Verlierer ist die SVP, die sechs Sitze einbüsste und nun noch 17 Gemeinderäte hat. Zweitstärkste Fraktion ist damit nicht mehr die SVP, sondern die FDP, die ihre 21 Sitze halten konnte. Die GLP hat einen zusätzlichen Sitz gewonnen und hat neu 14 Sitze. 

Neu im Rat mit vier Sitzen ist die EVP, die mit der BDP mit einer gemeinsamen Liste angetreten ist. Hingegen nicht mehr im Gemeinderat der Stadt Zürich ist die CVP, die in keinem der neun Wahlkreise die 5-Prozent-Hürde schaffte.

(sda/gku/bsh)