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Technologie

HSBC führt erste Zahlung per Blockchain durch

Blockchain-Technologie: Anwendungstest stehen noch am Anfang. Quelle: Keystone
Hier geht es um viel mehr als den Bitcoin: Zwei Banken zeigten jetzt, dass Geldtransfer per Blockchain funktioniert.
von am

Blockchain ist die Technologie hinter Bitcoin, ihr wird revolutionäres Potenzial zugesprochen. Offen ist allerdings, welche Form und Verwendung der digitalen Datenspeicherung sich durchsetzen werden. Viele Startups und Dutzende Weltkonzerne testen derzeit zahlreiche Proofs of Concept, in der Hoffnung auf den Jackpot.

Eine vielversprechende Anwendung hat HSBC jetzt getestet, wie «Bloomberg» berichtet. Gemeinsam mit der ING Bank hat die Grossbank einen Geldtransfer via Blockchain durchgeführt. Bezahlt wurde damit eine Lieferung Sojabohnen, die vergangene Woche von Argentinien über Genf nach Malaysia transportiert wurden. Die Zahlung wurde auf einer gemeinsamen digitalen Anwendung durchgeführt, statt mehrere Systeme einzubeziehen. Damit war es der erste Bezahlvorgang via Blockchain, der skalierbar wäre.

Dokumentation via Papier wird überflüssig

Der Vorteil, den sich Unternehmen von Blockchain versprechen, ist die Verifikation und Sicherung aller notwendigen Daten für eine geschäftliche Transaktion an zentraler Stelle. Die Dokumentation auf Papier soll damit vollständig überflüssig werden. Vivek Ramachandran, Innovationschef von HSBC, kommentierte: «Durch Blockchain wird die Dokumentation per Papier überflüssig, weil alle beteiligten Parteien auf einer Plattform verbunden sind und Änderungen umgehend mitbekommen.»

Andere Konzerne arbeiten an ähnlichen Konzepten. IBM will gemeinsam mit Schifffahrtskonzern Maersk die Containerfracht vereinfachen. Nestlé und Walmart arbeiten daran, die Lieferkette für Lebensmittel überprüfbar zu machen. In Tests zeigte Walmart, dass es mit der Blockchain nicht mehr sechs Tage dauert, um die Herkunft eines bestimmten Lebensmittels zu verorten, wenn dieses zum Beispiel aufgrund von Gesundheitsrisiken notwendig würde. Mit der Blockchain wäre dies laut Unternehmen möglich in nur zwei Sekunden.

(me)