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Digitalisierung

Schweiz gewinnt drei Plätze im Digital-Ranking

Neue Apple-Zentrale im Silicon Valley: In Sache Digitalisierung ist die USA führend. Quelle: Getty Images
Die Schweiz schafft es gemäss IMD neu unter die Top 5 der digital wettbewerbsfähigsten Länder.
von am

Wie digital ist fit ist die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern? Sehr fit! Und fitter als noch vor einem Jahr. Das ist das Kurzfazit der heute Dienstag publizierten Studie der Lausanner Kaderschmiede IMD. Im «World Digital Competitiveness Yearbook» untersucht die Schweizer Business School die digitale Wettbewerbsfähigkeit von rund 60 Ländern weltweit. Dabei steigt die Schweiz um drei Ränge auf und ist neu unter den Top 5 – nur geschlagen von den USA, Singapur, Schweden und Dänemark.

Erstmals an der Spitze im Ranking stehen die USA. Sie sind neu in Sache Digitalisierung das Mass aller Dinge. Verdrängt haben die Vereinigten Staaten den asiatischen Stadtstaat Singapur. Auf der dritten Position befindet sich Schweden, das ebenfalls einen Rang verlor. Vor der Schweiz auf dem vierten Platz befindet sich Dänemark. Untenstehende Grafik zeigt die Top 15.

Erstaunlich im IMD-Ranking ist das schlechte Abschneiden von China. Es kommt nur auf den 30. Platz.

Die Studie der digitalen Wettbewerbsfähigkeit erforscht und bewertet die Fähigkeit von Ländern, wie sie die digitalen Technologien nutzen und welche Veränderung die Digitalisierung bei der Regierungsführung, bei Unternehmen und in der Gesellschaft bewirkt. Das IMD analysiert die digitale Wettbewerbsfähigkeit anhand von drei Faktoren: Wissen, Technologie und so genannte «Future readiness». Alle Details zur Studie und zu ihrer Methodologie finden Sie unter diesem Link.

Schlechte Noten in der Bildung

Nicolas Bürer von Digital Switzerland zeigt sich «erfreut» über die bessere Platzierung der Schweiz im Ranking. Er ortet aber noch viel Aufholbedarf. «Die Schweiz ist im Verlauf des letzten Jahres digital anpassungsfähiger und agiler geworden.» Die Schweizer hätten mehr online eingekauft oder mobil bezahl, stellt er fest. Aber: «Das Ranking bestätigt unsere Analyse, dass gerade im Bildungsbereich noch grosser Aufholbedarf besteht.» Gerade in der Primarschule und auf der Sekundarstufe sieht Bürer für digitale Bildung «noch viel Luft nach oben» besteht: «Da müssen wir vorwärts machen.»

Schlechte Noten verteilt das IMD für die Schweiz auch in Sachen E-Government und bei den vergleichsweise wenige Hochschulabgängern in naturwissenschaftlichen Fächern.

«Mehr Mut»

«Es findet in der Schweiz ein Umdenken statt», sagt Bürer. Allerdings bewege sich die Schweiz noch langsam – «eben auf die schweizerische Art». Bürer warnt: «Zu viel Vorsicht kann auch bremsend wirken: Ich wünsche mir von uns allen noch mehr Mut und Experimentierfreude im Umgang mit den neuen Technologien.»