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Die Zeit läuft

Vermögensverwalter GAM spielt harten Brexit durch

London: Unsicherheit wegen des Brexit. Quelle: Keystone .
Der Austritt aus der europäischen Union sorgt für rauchende Köpfe bei der GAM Holding.
von am

Der Schweizer Vermögensverwalter GAM warnt seine Mitarbeiter vor einem «worst case»-Brexit, wie die « Financial Times» schreibt. «Wir stützen unsere Notfallplanung auf den schlimmsten Fall», zitiert das Finanzblatt aus einer internen E-Mail.    

Der «worst Case»: Das ist ein harter Brexit, bei dem der Zugang zum europäischen Binnenmarkt und zur Zollunion aufgegeben würde. GAM wäre davon besonders hart betroffen. Im letzten Jahr arbeiteten 428 Angestellte im Vereinigten Königreich. In der Schweiz waren es 279 Personen. 143 Vollzeitkräfte arbeiteten im übrigen Europa.    

«Wir beobachten die Verhandlungen und Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Brexit genau und entwickeln Notfallpläne für alle Szenarien», sagte das Unternehmen zur «Financial Times». «Wir glauben, dass es der richtige Weg ist, alle Optionen so lange wie möglich offen zu halten, unnötige Störungen zu vermeiden und nur bei Bedarf Änderungen vorzunehmen.»    

Andere Vermögensverwalter, darunter die MFS, die 492 Milliarden Dollar schwere US-Fondsgruppe, haben sich ebenfalls auf die Möglichkeit eines harten Brexit vorbereitet. Dave Mace, der die Luxemburger Niederlassung der MFS leitet, sagte zur britischen Wirtschaftszeitung: «Vielleicht gibt es noch in diesem Jahr eine Übergangsvereinbarung, die der Branche mehr Zeit verschaffen könnte, aber wir dürfen nicht selbstgefällig werden.»

(ise)