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Gasleitung

USA wollen Nord Stream 2 bekämpfen

Bau der Nord Stream 2: Donald Trump droht mit Sanktionen. Quelle: Keystone
Die USA haben ihre Sanktionsdrohung gegen die Ostsee-Pipeline-Partner erneuert. Auch Donald Trump meldete sich per Tweet dazu.
von am

Im Streit mit Deutschland über den Bau der Ostsee-Gasleitung Nord Stream 2 hat die US-Regierung ihre Sanktionsdrohungen gegen beteiligte Unternehmen bekräftigt. Für Firmen, die im Geschäft mit russischen Export-Pipelines tätig seien, gebe es diese Gefahr, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums am Mittwoch in Washington.

Die Pipeline würde nach seinen Worten die Energiesicherheit Europas untergraben und wäre für Russland ein weiteres Werkzeug für «politische Nötigung». «Russland weiss, dass dieses Projekt Europa spaltet und nutzt dies aus.»

Deutschland als «Gefangener» Russlands

US-Präsident Donald Trump hatte Deutschland am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel in Brüssel als «Gefangenen» Russlands kritisiert, weil die Bundesrepublik einen grossen Teil ihres Energiebedarfes über russische Quellen deckt.

Am frühen Donnerstagmorgen bekräftigte er seine Kritik. «Pipeline-Dollars für Russland sind nicht hinnehmbar», erklärte er auf Twitter.

Nord Stream 2: Europäische Firmen beteiligt

Durch die Ostsee verläuft bereits die Pipeline Nord Stream, die Erdgas unter Umgehung von Ländern wie der Ukraine oder Polen direkt nach Deutschland bringt. Mit Nord Stream 2 soll die Kapazität verdoppelt werden.

In das neue Projekt haben fünf westliche Firmen Geld investiert: Die BASF-Tochter Wintershall, die E.ON-Abspaltung Uniper, OMV aus Österreich, der britisch-niederländische Konzern Royal Dutch Shell sowie das französische Unternehmen Engie.

(reuters/gku/mbü)