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Fokus

7c Solarparken – Kursgewinne dank Subventionen

Solarenergiepanels rentieren sich für die Umwelt – und für Anleger. Quelle: Keystone .
Der Betreiber von Solaranlagen wächst schnell. Die ursprünglichen Ziele für 2019 sollen schon in diesem Jahr erreicht werden und die Messlatte für nächstes Jahr wurde deutlich angehoben.
von am

Aufnahme der Dividendenzahlung – da werden Börsianer hellhörig. Denn gibt es bei einem Unternehmen erstmals oder auch nach längerer Zeit eine Ausschüttung, signalisiert das Anlegern: Das Geschäftsmodell hat sich bewährt, das Management blickt zuversichtlich in die Zukunft und das Unternehmen muss nicht mehr jeden Rappen in die Entwicklung seiner Produkte oder für schlechte Zeiten in die Rücklagen stecken. Die Aufnahme der Dividendenzahlung brachte so auch bei 7c Solarparken Mitte April einen schnellen Kursanstieg um knapp 15 Prozent.

Der Betreiber von Photovoltaikanlagen kann es sich auch leisten. Wegen der Energiewende in Deutschland sind dort, aber auch in ganz Europa und rund um den Globus, Solaranlagen gefragt und werden durch den Staat teils stark gefördert. Für Produzenten von Solarstrom ist das oft ein gut planbares und üppig subventioniertes Geschäftsmodell. So übernahm 7c Solar beispielsweise im vergangenen Jahr eine belgische Photovoltaik-Projektgesellschaft mit einem Portfolio von 1,2 MWp. MWp zeigt dabei den mit einer Solaranlage maximal erzeugbaren Strom bei optimaler Sonneneinstrahlung an. Auf jeden Fall erhält 7c Solar für die Anlagen der neuen Tochter für die nächsten 20 Jahre eine fixe Einspeisevergütung von 330 Euro pro MWh. Der Preis für Strom an der Strombörse in Leipzig liegt derzeit dagegen nur bei rund 50 Euro je MWh.

Gesamtleistung soll deutlich steigen

Durch Zukäufe und auch aus eigener Kraft verdoppelte der Solarkonzern aus Bayreuth seit 2015 die Gesamtleistung seiner Photovoltaik-Anlagen von 70 MWp auf derzeit etwa 130 MWp. Sollte die Leistung Ende 2019 nach der ursprünglichen Planung dann bei 150 MWp liegen, so hat Firmenchef Steven de Prosst dieses Ziel nun schon für Ende 2018 gesetzt. Entsprechend legte der Manager die angestrebte Messlatte bei der erzielbaren Gesamtleistung nun für Ende 2019 auf 200 MWp.

Nach einem Gewinnanstieg vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 27,9 auf 29,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr soll dieses Ergebnis in 2019 bei 32 Millionen Euro liegen. Der Cashflow je Aktie soll dabei von 0,49 auf 0,55 Euro je Anteil steigen. Da ist ein Gewinn von 0,16 Euro je Aktie drin. Mit 16er-KGV ist 7c Solar angesichts des relativ stabilen und obendrein Grossteils subventionierten Geschäftsmodells nicht teuer. Und eine Dividende von zumindest 0,10 Euro – Rendite 3,8 Prozent – wie für 2017, dürfte es auch in den nächsten Jahren geben.

 

7c Solarparken AG

ISIN: DE 000 A11 QW6 8

Gewinn je Aktie 2019e: 0,16 €

KGV 2019e: 16,3

Dividende/Rendite 2018e: 0,10 €/3,8%

EK je Aktie: 1,86 €

EK-Quote: 29,5%

KBV: 1,4 

Kurs/Ziel/Stopp: 2,61/3,50/1,80 €

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +18,7 Prozent (DAX: +5,6 Prozent), 3 Jahre: +51,8 Prozent (DAX: +14,9 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +374,2 Prozent (Dax: +96,9 Prozent)