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Banking

Credit Suisse verlagert Jobs nach Madrid

Credit Suisse: Baut in Madrid ein Tor zur EU.
Von der Insel auf die Halbinsel: Die Credit Suisse schickt 50 Londoner Investment-Banker nach Madrid.
von am

Die Credit Suisse verlagert im Rahmen ihrer Brexit-Planung 50 Jobs im Investmentbanking nach Madrid, wie Bloomberg von zwei Personen erfahren hat, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Schweizer Bank versetzt demnach Banker des Global Markets Handelsbereichs und Dealmaker ihrer Beratungseinheit.

Credit Suisse habe noch keine Entscheidung über ihr Post-Brexit-Handelsdrehkreuz getroffen, hiess es weiter. Die Bank plane aufgrund des Brexit 250 Verlagerungen, wobei einige Personen davon nach Madrid umziehen dürften, hatten Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind, Anfang des Jahres gesagt.

Hohe Kosten

Internationale Banken, die ihre europäische Zentralen in London haben, bemühen sich darum, rechtzeitig vor dem Brexit über neue Handelsdrehkreuze in der Europäischen Union zu verfügen.

Die EU-Aufsichtsbehörden haben deutlich gemacht, dass sie von den Banken erwarten, in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten so bald wie möglich umfassende eigenständige Betriebsstätten zu unterhalten. Sergio Ermotti, CEO der UBS, hatte in der vergangenen Woche gesagt, der Brexit werde die Bank rund 100 Millionen Franken kosten.

Madrid als Tor

Credit Suisse arbeite daran, den Zugang zu EU-Kunden und -Märkten für den Fall eines harten Brexits zu erhalten, hatte ein Bankvertreter gesagt und hinzugefügt, dass die Lösung mehrere Standorte umfassen und London weiterhin ein wichtiger Teil der Präsenz bleiben werde. Die Bank plane zudem, ihre Präsenz in Lateinamerika zu verstärken und wolle, wie weiter verlautete, Madrid als Tor benutzen.

Die spanische Zeitung Vozpopuli berichtete am Montag bereits über die Umzüge nach Madrid.

(bloomberg/ise)