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Luxusartikel

Konkurrent von Net-a-Porter geht an die Wall Street

Farfetch-Gründer José Neves: Der portugiesische Unternehmer will den Onlinemodehändler an die Börse bringen. Quelle: Dimitrios Kambouris/Getty
Der Luxus-E-Commerce-Händler Farfetch will aufs Parkett: Der Konkurrent der Richemont-Tochter Yoox Net-a-Porter plant ein IPO.
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In den letzten Jahren ist Farfetch zum grossen Rivalen von Yoox Net-a-Porter geworden, dem auf Luxusgüter spezialisierten Onlinehändler des Genfer Richemont-Konzerns. Bald könnte Farfetch Net-a-Porter noch stärker zu schaffen machen.

Der Konkurrent will nämlich zusätzliches Kapital bei Investoren holen: Farftech plant einen Börsengang an der Wall Street. Das Londoner Unternehmen reichte heute Montag den Antrag an der New Yorker Börse ein. Genaue Angaben zum IPO gab Farfetch noch nicht bekannt, an der Börse könnte der Onlinehändler laut Experten aber mit bis zu fünf Milliarden Dollar bewertet werden.

Ein «Uber für Luxusgüter»

Farfetch macht fast das Gleiche wie Net-a-Porter. Das Unternehmen verkauft Luxusgüter online. Im Gegensatz zu Net-a-Porter ist Farfetch jedoch nur eine Vermittlungsplattform – quasi das Uber für Luxusgüter. Das Unternehmen hat keine eigenen Warenlager und kein eigenes Inventar. Es arbeitet mit stationären Retailern und Marken zusammen und vermittelt zwischen diesen und den Konsumenten.

Die Konkurrenz zwischen den beiden Unternehmen zeigt sich auch auf der Führungsetage: Das Co-Präsidium von Farfetch hat nämlich die Gründerin von Net-a-Porter inne, Nathalie Massenet: Die US-Amerikanerin war zum Londoner Konkurrenten gewechselt, als Net-a-Porter 2015 mit der italienischen Yoox fusioniert wurde.

(mbü)