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Altersvorsorge

Das wünschen sich die Schweizer von ihrer Pensionskasse

Sicherheit im Alter: Nicht nur ein Thema für Pensionäre. Immer mehr jungen Menschen interessieren sich für die Vorsorge.
Das Schweizer Rentensystem ist unter Druck. Ein höheres Rentenalter ist für viele Versicherte tabu, doch zu Abstrichen sind sie bereit.
von am

Der demografische Wandel und die Niedrigzinsen setzen die Pensionskassen unter Druck. Seit Jahren suchen sie nach neuen Anlageformen. Doch was wünschen sich die Versicherten? Die Axa-Fondsgesellschaft hat zusammen mit den Meinungsforschern von gfs Zürich Schweizer PK-Versicherte über ihr Wissen zu ihrer eigenen Versicherung und zum Vorsorgesystem in der Schweiz befragt. 

Demnach steigt das Interesse am Thema Vorsorge – vor allem bei jüngeren Schweizerinnen und Schweizern. Das zunehmende Interesse spiegelt sich allerdings nicht in ihren Kenntnissen über die eigene berufliche Vorsorge wider: Jeder Fünfte weiss nicht, bei welcher Pensionskasse er versichert ist. Dass gerade jüngere Menschen sich mehr für ihre Altersvorsorge freut Werner Rutsch, Leiter des institutionellen Geschäfts von AXA Investment Managers in der Schweiz. «Zweifellos wird das Thema Vorsorge weiter an Bedeutung gewinnen, und auch junge Leute werden sich vermehrt ihrer Pensionskasse widmen. Das bedeutet, dass automatisch genauer beobachtet werden wird, wie Vorsorgeeinrichtungen die Gelder der Versicherten investieren.»

Rentenkürzungen und höheres Rentenalter sind tabu

Die Studienteilnehmer wurden auch zu den anstehenden Reformen befragt. Die Politik arbeitet an der Zukunft der AHV – insbesondere seit der gescheiterten Rentenreform. Doch eine deutliche Mehrheit lehnt die Reformpläne wie Rentenkürzungen und ein höheres Rentenalter ab. Stattdessen wäre eine Mehrheit bereit, durch Steuervergünstigungen freiwillig zu sparen und vor dem 25. Lebensjahr in die Pensionskasse einzuzahlen.

Zwei Drittel der Befragten könnten sich sogar vorstellen, nach dem 65. Geburtstag freiwillig in Teilzeit zu arbeiten. Die Hälfte der Versicherten bevorzugen eine monatliche Rente als Auszahlungsvariante. In den vergangenen beiden Jahren hätte eine Mehrheit der Befragten sich das angesparte Rentenkapital eher auszahlen lassen.

Sicherheit vor hohen Renditen

Das gfs Zürich hat die Schweizerinnen und Schweizer auch gefragt, wie zufrieden sie mit ihrer Pensionskasse sind und welche Kriterien ihnen wichtig sind. Am wichtigsten ist den Befragten die Sicherheit des Kapitals noch vor hohen Renditen und einer guten Verzinsung. Auch verständliche Unterlagen und eine gute Beratung sind für die PK-Versicherten von Bedeutung.

Transparenz ist ebenso wichtig: Die meisten Befragten wollen, dass die Pensionskassen sie darüber informieren, wie ihr Geld angelegt wird. Sie wünschen sich, dass vor allem in sichere Anlagen investiert wird. Dabei sind Immobilien im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie Aktien und Obligationen am beliebtesten.

Alternative Anlagen wie Rohstoffe halten die meisten Versicherten für zu unsicher oder sie haben ethische Bedenken. Wegen eines zu hohen Risikos lehnen viele Befragte auch Aktien ab. Neben der Sicherheit legen Schweizer Versicherte auch Wert auf sozial verantwortliche Investitionen und gesellschaftliche Ziele. Dafür würden sie auch Einbussen bei der Rendite hinnehmen.