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Technologie

Apple-Keynote: Alle Augen richten sich nach Cupertino

Morgen kommt in Kalifornien aus, wie die anderen iPhone in der X-Reihe aussehen werden. Quelle: Getty Images
Apple wird morgen drei neue iPhones präsentieren. Anscheinend kann sich jeder zweite iPhone-Besitzer vorstellen, ein neues Modell zu kaufen.
von am

Morgen findet in Cupertino im Steve Jobs-Auditorium im hyperfuturistischen Apple Park die lang erwartete  Apple Keynote statt. Vorausichtlich wird der Billionen-Konzern an diesem Anlass drei neue iPhone-Modelle vorstellen. Es wird erwartet, dass sie unter der Produktreihe «iPhone X» vereint werden. Dabei soll es laut Berichten drei Ausführungen geben: ein erneuertes iPhone X, ein iPhone X Plus und ein günstiges iPhone X mit LCD statt OLED-Display.

Ob ein Gerät als iPhone 9, 8S oder XS bezeichnet wird, bleibt offen. Das günstigere Modell soll aber aller Wahrscheinlichkeit nach einen 6,1 Zoll (15,5 cm) grosses Display bekommen. Ergänzend wird es eine grössere Version mit rund 6,5 Zoll (16,5 cm) geben, also ein Art «iPhone X Plus». Wie die Modelle genau heissen sollen und in welchen Farben sie daher kommen, ist noch nicht definitv bekannt. Nur eines ist ziemlich klar: Die neuen iPhones werden das Design des jetzigen iPhone X fortführen.

Allerlei Videos und Gerüchte

Inzwischen kursieren immer mehr Videos von iPhone-Klonen oder vielleicht auch echten Modellen im Netz, die das grosse  iPhone X zeigen sollen. Allen voran zeigt der bekannte Apple-Leaker Ben Geskin gerne Bilder auf Twitter. Mittlerweile versichert er, dass es sich bei diesen Smartphones auf den Bildern um die echten neuen iPhones und nicht um Dummies handeln soll. 

Die Rückseite soll demnach aus Glas gefertigt sein, um die Geräte kabellos aufzuladen. Dazu werden die Fingerabdrucksensoren wegfallen und FaceID wird zum Standard bei neuen iPhones.

Auch der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo lässt die Gerüchteküche brodeln. Nach seiner Einschätzung sollen die Modelle bunter werden als im vergangenen Jahr. Das Einsteigermodell soll in fünf Farben zur Auswahl stehen, wahrscheinlich in Blau, Rot, Orange, Grau und Weiss. Eine so farbige Vielfalt hat es seit dem iPhone 5c nicht mehr gegeben. 

iPhone X Plus ab 1300 Franken?

Das auf Apple-Produkte spezialisierte Portal «Macerkopf» hat auch schon über den Preis der neuen iPhones spekuliert. Die Preisgestaltung könnte gemäss den Spezialisten folgendermassen aussehen:

  • LCD-iPhone: ab 799 Euro (rund 900 Schweizer Franken)
  • iPhone XS: ab 909 Euro (rund 1030 Schweizer Franken)
  • iPhone XS Plus: ab 1149 Euro (rund 1300 Schweizer Franken)

Diese Preise beziehen sich auf ein 65 Gigabyte-Modell. Der Aufpreis zu mehr Speicherplatz kann rund 170 Euro betragen.

Zulieferer reden von Rekordbestellungen

Neben dem Steckenpferd iPhone wird Apple an der Keynote voraussichtlich eine ganze Fülle von weiteren neuen Produkten vorstellen: Erwartet wird eine neue Apple Watch,ein neues Air Pad und auch eine neue Version der kabellosen Kopfhörern, den Air Pods. 

Die Zeitschrift «Computerbild» spekuliert über ein mögliches Comeback des Mac Book Air. Nachdem Apple in den letzten Jahren auf die Pro-Version gesetzt hat, soll nun ein günstiges Mac Book Air präsentiert werden. Zudem launcht Apple auch das neue Betriebssystem iOS 12. 

iPhone bald als Linse erhältlich?

Weitere Möglichkeiten, wohin Apple in Zukunft gehen könnte, zeigt der Kauf eines Startups, der vergangene Woche bekannt wurde. Laut Reuters hat der iPhone-Hersteller vom Augmented-Reality-Startup Akonia auch die Patente für holographische Systeme und Smart-Glas-Linsen gekauft. Es wird vermutet, dass Apple in den nächsten Jahren eine AR-Brille oder ähnliches auf den Markt bringen könnte.

Doch nicht nur über die neusten Anwendungen im kommenden iPhone gibt es zahlreiche Spekulationen, es wird auch über mögliche Absatzzahlen gemutmasst.

Wie das Tech-Portal DigiTimes berichtete, rechnen die beiden Apple-Zulieferer Foxconn und Chip-Produzent TSCM mit Rekordumsätzen. Weil Apple bei den Zulieferen Ware bestellt, können diese abschätzen, wie viele iPhones das Unternehmen aus dem Silicon Valley produzieren möchte. 

Wollen die Konsumenten ihr altes iPhone ersetzen?

Das iPhone X wurde mit der diesjährigen Keynote genau vor einem Jahr, am 12. September 2017, im Steve Jobs Theater in Cupertino, am neuen Hauptsitz von Apple präsentiert. Der Start verlief harzig. Es gab Spekulationen über die Halbierung der iPhone-X-Produktion.

Erst nach dem Weihnachtsgeschäft kurbelte den Verkauf des Zehn-Jahres-Jubiläums-Smartphone von Apple an. Dank der hohen Marge auf das teure iPhone X pendelten sich die Umsätze in den letzten Monaten wieder auf das Niveau des Vorgängermodells ein. Bei der Präsentation des zehnten iPhones machte sich aber auch das Gefühl breit, dass viele Konsumenten ganz zufrieden sind mit älteren iPhone-Modellen, wie etwa dem 7 oder 6. Einerseits war der Unterschied zu den Vorgängermodellen für einige Konsumenten zu wenig erkennbar, anderseits schreckte der hohe Preis von rund 1200 Franken für das iPhone X einige Käufer ab. 

Das scheint laut einer Studie, die dem Blog Apple 3.0 vorliegt, in diesem Jahr aber nicht der Fall zu sein. Auf der Grundlage einer Umfrage unter 530 ameikanischen Konsumenten berichtet der Risiko-Kapitalgeber Gene Munster, dass 48 Prozent der iPhone-Besitzer beabsichtigen, dieses Jahr das Modell zu wechseln.

Diese Absicht, einen Upgrade vorzunehmen, liegt dieses Jahr damit deutlich höher als im Vorjahr, als es noch 24 Prozent waren. Der Erhebung zufolge sollen auch knapp 20 Prozent der Android-Smartphone-Besitzer darüber nachdenken, zu einem Smartphone von Apple zu wechseln.

(tdr)