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Luftfahrt

Billigflieger «Swiss Skies« will zum Jobmotor in Basel werden

Flughafen Basel: Hier will der Billigflieger loslegen Quelle: Keystone
Die geplante Billigairline Swiss Skies verspricht viel Umsatz und Tausende neue Jobs. Nun haben die Gründer neue Details geliefert.
von am

Die neue Billigairline mit dem Arbeitstitel «Swiss Skies», die nächstes Jahr in Basel an den Start gehen will, hat am Mittwoch weitere Details zu ihren ambitionierten Plänen veröffentlicht.

So will die Fluggesellschaft innerhalb von fünf Jahren eine Umsatzgrösse von 1,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Im dritten Jahr soll es einen Gewinn geben. Die Gesellschaft will mit bis zu 38 Flugzeugen 45 Ziele auf fünf Kontinenten anfliegen. Dafür sollen 1900 Mitarbeiter beschäftigt werden, hiess es in einer Pressemitteilung. Die Fluggesellschaft werde insgesamt für bis zu 5000 Arbeitsplätze in der Region sorgen.

Alvaro Oliveira, Mitgründer, Schweizer Bürger, Pilot und ehemaliger Director of Flight Operations bei Azul Airlines, liess sich mit den folgenden Worten zitieren: «Wir wollen zu einem echten Disruptor für die Luftfahrtindustrie werden. Es gibt im europäischen Privatreiseverkehr eine Nachfrage nach solchen Niedrigpreismodellen. Die Nachfrage nach Langstreckenflügen mit niedrigem Preisniveau wächst, während die Netzwerkkapazitäten jedoch auf ähnlichem Niveau bleiben. Gleichzeitig nehmen die Begrenzungen für Netzwerk-Carrier in Bezug auf Flughäfen, Hub-Infrastrukturen und Personalkosten weiter zu.»

Ferienreisende und Geschäftsleute als Kunden

Die neue Airline, die derzeit auf Investorensuche ist und das Konzept diese Woche möglichen Anlegern in Basel präsentiert, will die Reisezeiten für Passagiere um bis zu 30 Prozent verkürzen. Dabei sollen nicht nur Ferienreisende, sondern auch Geschäftsleute angesprochen werden, die regionale «nicht überlastete und kostengünstige Flughäfen» nutzen, um «auch die Reisekosten um 30 Prozent zu senken».

Die Airline soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 gegründet werden und primär Ziele in Nordamerika anfliegen. Danach soll es weiter Expansionsschritte geben, «wobei der Schwerpunkt zunächst auf nordamerikanischen Destinationen liegt und die Expansion von Basel auf andere europäische Standorte in den kommenden Jahren erfolgen wird», schreiben die Gründer. Anfang der Woche war bereits bekannt geworden, dass die Airline auf Flieger vom Typ Airbus A321neo LR setzen will. Diese Flugzeuge bieten rund 190 Sitzplätze.

Aviatikexperten sehen das Projekt, per Billigflieger Nordamerika mit Europa zu verbinden, allerdings auch kritisch (mehr dazu hier.) Einerseits gibt es durchaus ab Basel freie Start- und Landerechte, die ein neuer Billigflieger nutzen könnte. Doch es haben bereits mehrere andere Anbieter auf der Langstrecke versucht, mit reinen Billigflug-Offerten zu punkten, so auch zuletzt Norwegian. Allerdings ist die Gesellschaft in finanziellen Schwierigkeiten.