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Digitales Leben

Zahlen per Selfie: Modeln für Mastercard?

Bezahlen per Selfie: Mastercard lanciert neue Technik ZVG
Mastercard will die PIN abschaffen und stattdessen das Bezahlen per Selfie ermöglichen. Unser Autor bezweifelt, dass das eine gute Idee ist.
von am

Mein Smartphone nutze ich nur selten zum Zahlen. Ich weiss, ich bin altmodisch. Aber ich habe immer noch gerne etwas Bargeld in der Tasche. Das wird sich allerdings schnell ändern.

Derzeit sind viele Menschen aufgeregt, weil angeblich das Bargeld abgeschafft werden soll. Und da die bargeldlosen Zeiten immer näher kommen, gewöhne ich mich besser sofort daran. So habe ich mich sehr über die Nachricht gefreut, dass Mastercard eine Technik lanciert, bei der man per Selfie zahlen kann.

Das Ende der PIN

Klingt verrückt? Ja, aber die Kreditkartenfirma meint es ernst. Statt Geheimzahlen einzutippen, sollen Handynutzer bei einer Online-Transaktion einfach ein Bild von sich machen, um sie zu verifizieren. Dann wird das Bild mit einem hinterlegten Foto abgeglichen und die Transaktion freigegeben.

Damit Betrüger nicht auf die Idee kommen, ein Foto vor die Smartphone-Linse zu halten, sollen die Nutzer beim Selfiemachen kurz blinzeln. Sich keine PINs mehr merken zu müssen, das wäre toll.

Der Selfie-Wahn nervt

Aber beim Shoppen ständig Selfies schiessen? Ich weiss nicht. Mir gehen ja schon jetzt die Leute mächtig auf die Nerven, die sich immer und überall gegenseitig mit einem breiten Grinsen ablichten müssen.

Ausserdem habe ich wirklich keine Lust, mich beim Einkaufen ständig schick machen zu müssen fürs Selfie-Bezahl-Foto. Dauernd für Mastercard zu modeln, das kann ja wirklich keine Lösung sein.