Skip to main content
Bits & Coins

Bitcoin: Digitale Währung jetzt als Geldschein

Bitcoin-Note: Gestückelt in 0,1, einen oder zehn Bitcoin.   Bitcoin Suisse
Digitalwährung auch offline: Ein Start-up aus Zug verkauft künftig Bitcoin-Geldscheine. Nutzer wollen Bitcoin in der Hand halten, sind die Macher überzeugt. Dabei ist die Sicherheit wichtig.
von am

Wer in Geldfragen klassisch veranlagt ist und trotzdem die digitale Währung Bitcoin im Portemonnaie mittragen möchte, dem bieten sich nun Möglichkeiten. Die Firma Bitcoin Suisse aus Baar im Kanton Zug lanciert den Bitcoin quasi als Banknote: sogenannte Bitcoin-Zertifikate.

Die aufwändig hergestellten Papierscheine gibt es ab nächster Woche zu kaufen. Zum Beispiel als 1-Bitcoin-Schein, was derzeit rund 350 Franken entspricht. Auch Scheine im Wert von 0,1 Bitcoin und 10 Bitcoins sind erhältlich.

Online-Fixierung stellt eine Barriere dar

Bitcoins als digitale Währung benötigen eigentlich zwingend das Internet. «Genau diese Online-Fixierung und Begriffe wie ‚virtuelle Währung’ und ‚Kryptowährung’ stellen für viele Leute heute noch eine Barriere dar», sagt Bitcoin-Suisse-Chef Niklas Nikolajsen. «Wenn es um einen Wert geht, dann wollen ihn viele Leute auch spüren können.»

In dieser physischen Zugänglichkeit sieht die Firma ein Geschäftsfeld. Und das funktioniert so: Bitcoins lagern eigentlich immer digital auf so etwas wie einem Konto, einer sogenannten Bitcoin-Adresse. Zu jedem Konto existiert ein superstarkes Passwort, der sogenannte private Schlüssel.

Passwort hinter einer Folie versteckt

Das Start-up Bitcoin Suisse schreibt nun jeweils eine Konto-Nummer mit dem entsprechenden Passwort auf ein Zertifikat. Dabei ist das Passwort  – das nur der Besitzer kennen soll – hinter einer Folie versteckt und damit nicht unmittelbar einsehbar.

Physische Bitcoins existieren dabei schon länger – als Münzen. Die US-Firma Casascius zum Beispiel gab die Geldstücke heraus, auf denen das Passwort – der private Schlüssel – versteckt ist. Wie bei all diesen Angeboten müssen die Käufer den Herstellern vertrauen. Theoretisch könnten diese die Passwörter kennen. Klagen bei Angeboten von renommierten Anbietern hat es allerdings noch keine gegeben.

 

Die Dokumentation zur Währung: «The Rise and Rise of Bitcoin»

Themen zum Artikel