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Digitales Leben

Warum Krankheiten-Googeln ungesund ist

Keystone
Wenn unser Autor krank ist, geht er ins Internet, um sich zu informieren. Doch nun fragt er sich, ob das eine gute Idee ist.
von am

Wenn ich krank bin, greife ich als Erstes zum Smartphone und google meine Symptome. Könnte ja was Ernstes sein. Das Krankheiten-Googeln ist aber überhaupt nicht gesund. Weder für mich noch für die Allgemeinheit. Denn ganz viele Menschen sind genauso irre wie ich - sodass das Googeln von medizinischen Symptomen schon rund 1 Prozent aller Suchanfragen bei Google ausmache, wie das Unternehmen kürzlich bekannt gab.

Dieser Trend führt dazu, dass sich viele Menschen sofort auf den Weg zum Arzt oder gleich ins Spital machen. Obwohl viele davon alles andere als krank sind. Dies treibt die Gesundheitskosten in die Höhe. Und nach der Selbstdiagnose im Netz diskutieren viele Menschen gerne noch ewig mit ihrem Arzt, was sie bei ihrer Online-Recherche alles Furchtbare gelesen haben. Das ist total nervig für den Arzt und unnötiger Stress für den Möchtegern-Patienten.

Also werde ich Google in Sachen Medizin nicht mehr zu Rate ziehen. Allerdings war ich kürzlich beim Arzt und hatte vorher doch noch (ein letztes Mal!) medizinisch gegoogelt. Der Arzt untersuchte mich, ging dann aber lange ins Internet und las mir genau das vor, was ich bei Google zuvor selbst gelesen hatte.

Nun sorge ich mich: Ist der Arzt vielleicht schlecht? Oder ist Googles Medizinwissen eventuell doch besser?

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